IWF beharrt auf Schuldenschnitt für Griechenland

Der Internationale Währungsfonds (IWF) beharrt trotz jüngster Gespräche weiter auf einem Schuldenschnitt für Griechenland als Bedingung für eine Beteiligung am dritten Hilfspaket. „Das Wachstum ist immerfort sehr schwach“, sagte IWF-Finanzmarktchef Tobias Adrian dem „Focus“.

Es sei nicht erkennbar, wie Griechenland „ohne spürbare Schuldenerleichterungen aus der Krise kommen soll. Dieser IWF-Standpunkt hat sich nicht verändert.“ Adrian bemängelte zugleich die mangelnde Einhaltung des Euro-Stabilitätspaktes vieler Eurostaaten und forderte mehr finanzpolitische Disziplin. „Es ist ein fundamentales Problem der EU, dass Länder nicht dazu gezwungen werden können, die Staatshaushaltsregeln einzuhalten“, sagte Adrian.

Er warnte vor ökonomischen Ungleichgewichten über einen längeren Zeitraum, die zu „einer Belastungsprobe für die Eurozone“ werden könnten. „Es wäre daher sehr wünschenswert, wenn die Länder von sich aus rasch wieder die Maastrichter Schulden-Kriterien einhalten würden“, erklärte der IWF-Finanzmarktchef.

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