IWF warnt vor wachsender Unsicherheit in der Weltpolitik

Vor Beginn des G7-Gipfels warnt der Internationale Währungsfonds (IWF) vor steigender Unsicherheit in der Weltpolitik und zunehmenden Risiken für die Finanzmärkte. „Es gibt seit anderthalb Jahren eine stark wachsende Unsicherheit über die künftige politische Entwicklung, gerade in Europa und den USA“, sagte IWF-Finanzmarktchef Tobias Adrian dem „Focus“.

„Der Freihandel, die Basis für Wachstum und Wohlstand, wird zunehmend infrage gestellt.“ Bedenklich sei dabei, dass die Finanzmärkte daraus entstehende Risiken bislang kaum sehen, erklärte Adrian: „Die Märkte haben sich von den Risiken abgekoppelt.“ Als eine große Unsicherheit bezeichnete der IWF-Finnazmarktchef die Haushaltspolitik von US-Präsident Donald Trump. „Ein Anstieg des Defizits könnte den Dollar stärken, was wiederum die Zinsen schneller ansteigen lassen könnte als angenommen. Das könnte gerade für Länder, die sich in Dollar zu variablen Zinssätzen verschuldet haben, zum Problem werden“, mahnte Adrian: „Es ist wichtig, dass die US-Notenbank Fed nicht dazu gezwungen wird, ihre Zinspolitik schneller zu straffen als geplant.“

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