Juso-Chef fordert von Schulz klare Absage an GroKo

OSNABRÜCK (dpa-AFX) – Der neue Juso-Chef Kevin Kühnert fordert
den SPD-Vorsitzenden Martin Schulz auf, einer Neuauflage der großen
Koalition beim Spitzentreffen mit Angela Merkel und Horst Seehofer
eine klare Absage zu erteilen. Er erwarte, dass Schulz am Abend bei
dem Gespräch mit Bundespräsident Franz-Walter Steinmeier auf den
gültigen Beschluss der SPD hinweise, sagte Kühnert der „Neuen
Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag). „Und das bedeutet: Die SPD wird
in keine große Koalition gehen.“

Das habe der Parteivorstand so beschlossen und nach wie vor
Bestand. „Allein der Parteitag in der kommenden Woche dürfte einen
solchen Beschluss revidieren“, betonte Kühnert. Er sei davon
überzeugt, dass die SPD die große Koalition nicht wolle. Schulz
müsse die CDU-Vorsitzende Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer
bei dem Treffen in Schloss Bellevue auffordern, die Möglichkeiten
einer Minderheitsregierung auszuloten. „Da muss er auch den nötigen
Druck aufbauen. Es ist nicht akzeptabel, wenn wir uns in eine GroKo
drängen lassen, weil es für die Union am bequemsten ist.“/wn/DP/zb

AXC0004 2017-11-30/05:23

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