Linnemann: Koalitionsvertrag muss Handschrift der Union tragen

Carsten Linnemann, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU, hat die Union aufgefordert, bei einer möglichen Neuauflage der Großen Koalition stärker eigene Themen durchzusetzen. „Die Union muss diesmal mehr eigene Akzente setzen“, sagte Linnemann dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagsausgaben).

Er forderte, dass die Union „wieder stärker als Partei der Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit und wirtschaftlichen Stabilität sichtbar werden“ müsse. Aus den gescheiterten Jamaika-Verhandlungen könne man lernen, dass es vor allem ein gemeinsames, überzeugendes Ziel und eine Vertrauensbasis brauche. Es wäre fatal, würde man sich erneut in Details verheddern. „Am Anfang müssen die großen Linien und die Überschrift stehen. Auch sollte das Sondierungsteam deutlich verkleinert werden“, so Linnemann.

Zur Abwägung der Vorteile einer Großen Koalition oder einer Minderheitsregierung meinte der Unionspolitiker: „Das hängt von den Inhalten ab. Eine GroKo mit guten Inhalten ist natürlich besser als eine Minderheitsregierung.“

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