Mittelbayerische Zeitung: Gigabit für alle / Kommentar zur Digitalisierung in Bayern

Regensburg (ots) – Drei Milliarden Euro für die Digitalisierung Bayerns sind tatsächlich ein wuchtiger Aufschlag. Ob die Offensive jedoch in allen Landesteilen gleich großen Wert entfaltet, muss sich erst erweisen. Der Freistaat wird nur dann digitales Vorzeigeland, wenn auch jenseits der Großstädte überall superschnelles Internet und ein ausgezeichnetes Mobilfunknetz zur Verfügung stehen. Bisher klafft zwischen der Wirklichkeit und dieser schönen Vision von Regierungschef Horst Seehofer eine deutliche Lücke. Das verträgt sich schlecht mit dem Anspruch der CSU, dass der Freistaat immer und überall ganz vorne mitspielt. Bei der Digitalisierung ist das trotz aller bisheriger Bemühungen und finanziellen Investitionen noch nicht der Fall. Die Digitalisierung aller Lebensbereiche ist Teil einer weltweiten Entwicklung. Sie kommt, ob Deutschland und Bayern dabei eine Spitzenposition einnehmen, oder nicht. Wer nicht mithält, verschleudert Entwicklungschancen – das gilt verschärft für die ländlichen Räume, die auf moderne Infrastruktur doppelt stark angewiesen sind. Seehofer weiß das genau. Um Bürger zu überzeugen, müssen er und seine Minister liefern. Das Drei-Milliarden-Euro-Paket ist auch ein CSU-Wahlkampfgeschenk. Das ist per se nicht verwerflich, sofern die Detailarbeit überzeugt und es zügig erste Ergebnisse gibt. Ein guter Anfang wäre, 5G-Testgebiete bevorzugt im ländlichen Raum zu installieren. Warum sollen nicht die, die zu oft abgehängt sind, einmal die Nase vorne haben?

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