Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/Politik Nach Gebietsreformen: Ehemalige Städte dürfen alte Titel wieder auf Ortsschildern tragen

Halle (ots) – Was ein Trostpflaster für ehemalige Städte in Sachsen-Anhalt sein soll, entwickelt sich zur bürokratischen Posse: Frühere Städte dürfen zwar wieder ihren alten Titel auf Ortseingangsschildern tragen, obwohl sie nach Gebietsreformen nur noch Ortsteile sind. Dafür sollen aber die Namen ihrer neuen Einheits- oder Verbandsgemeinden, denen sie zugeordnet sind, gestrichen werden: Laut Gesetzeslage sind zwei Städtenamen pro Schild nämlich nicht erlaubt. Das geht aus einem neuen Erlass des Landes-Verkehrsministerium hervor. Der Städte- und Gemeindebund Sachsen-Anhalt will die Neuregelung nun allerdings überprüfen. „Da müssen wir noch mal Gespräche mit dem Innenminister führen“, sagte Landesgeschäftsführer Jürgen Leindecker der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Mittwochsausgabe). „Diese Namen der übergeordneten Kommune wegzulassen, halten wir für bedenklich.“ Die zuständige Gemeinde fehle bei dieser Systematik auf dem Schild. Auslöser für die Rolle rückwärts des Landes bei den Ortsschildern ist Pretzsch (Kreis Wittenberg). Der Ortsteil hatte darauf gedrungen, seinen alten Stadttitel wieder führen zu dürfen. Im September hatte das Landesverwaltungsamt zugestimmt.

OTS: Mitteldeutsche Zeitung newsroom: http://www.presseportal.de/nr/47409 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_47409.rss2

Pressekontakt: Mitteldeutsche Zeitung Hartmut Augustin Telefon: 0345 565 4200 hartmut.augustin@mz-web.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.