MORNING BRIEFING – Deutschland/Europa

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

FEIERTAGSHINWEIS

FREITAG: Am US-Anleihemarkt findet vor dem langen Wochenende zum Feiertag Memorial Day nur eine verkürzte Sitzung statt.

MONTAG: In den USA ruht der Börsenhandel wegend des Feiertags Memorial Day. In Großbritannien bleiben die Börsen wegen des Spring Bank Holiday geschlossen. In Schanghai findet wegen des Drachenbootfests kein Handel statt.

TAGESTHEMA

Die Delegierten der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) haben sich mit einem Dutzend weiterer Ölländer darauf geeinigt, die Kürzung der Fördermenge bis März 2018 zu verlängern. Die Ölminister bestätigten nach der Sitzung in Wien entsprechende Informationen aus Kreisen. Die Produzenten hoffen damit trotz des hohen Angebots an US-Schieferöl auf steigende Preise. Mit der Vereinbarung rücken die von Saudi-Arabien angeführten Opec-Länder und die nicht dem Kartell angehörenden Förderstaaten wie Russland enger zusammen. Die Produzenten hatten angesichts des Überangebots kaum eine Wahl als ihre Vereinbarung zur Förderkürzung bis ins erste Quartal des kommenden Jahres zu verlängern. Für die Ölpreise ging es trotz der Verlängerung deutlich nach unten. Investoren hätten mehr erwartet und seien enttäuscht, sagte Helima Croft, Chef-Rohstoffstrategin bei RBC Capital Markets.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

10:00 DE/Lanxess AG, HV, Köln

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 14:30 BIP 1Q (2. Veröffentlichung) annualisiert PROGNOSE: +0,8% gg Vq 1. Veröff.: +0,7% gg Vq zuvor: +2,1% gg Vq BIP-Deflator PROGNOSE: +2,3% gg Vq 1. Veröff.: +2,3% gg Vq zuvor: +2,1% gg Vq 14:30 Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter April PROGNOSE: -1,8% gg Vm zuvor: revidiert +1,7% gg Vm; vorläufig +0,9% gg Vm 16:00 Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan Mai (2. Umfrage) PROGNOSE: 97,5 1. Umfrage: 97,7 zuvor: 97,0 

AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN

11:00 IT/Auktion inflationsindexierter Anleihen im Gesamtvolumen von 750 Mio bis 1,5 Mrd EUR, davon 1,30-prozentige Anleihen mit Laufzeit Mai 2028 2,55-prozentige Anleihen mit Laufzeit September 2014 Auktion neuer Nullkuponanleihen mit Laufzeit Mai 2019 im Volumen von 3,0 bis 3,5 Mrd EUR 

ÜBERSICHT INDIZES

INDEX Stand +/- % S&P-500-Future 2.411,00 -0,10 Nikkei-225 19.698,10 -0,58 Schanghai-Composite 3.106,76 -0,03 INDEX zuletzt +/- % DAX 12.621,72 -0,17% DAX-Future 12.615,50 -0,17% XDAX 12.619,45 -0,17% MDAX 25.112,05 +0,12% TecDAX 2.275,90 +0,88% EuroStoxx50 3.584,55 -0,06% Stoxx50 3.235,05 -0,08% Dow-Jones 21.082,95 +0,34% S&P-500-Index 2.415,07 +0,44% Nasdaq-Comp. 6.205,26 +0,69% EUREX zuletzt +/- Ticks Bund-Future 161,36 +34 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Der schwache Ölpreis dürfte auch am Freitag den Handel an Europas Börsen dominieren und die Kurse in Schach halten. „Das dürfte erneut den Sektor Öl & Gas und wohl auch den Rohstoffsektor belasten, sagt ein Händler. Im Euro-Stoxx-50 ist der Sektor Öl und Gas mit 6,3 Prozent gewichtet, im Stoxx-Europe-50 sogar mit 9,8 Prozent. Erst mit einer Gegenbewegung des Ölpreises sei auch eine Erholung an den Aktienmärkten wahrscheinlich. Der DAX dürfte bei unterdurchschnittlichen Börsenumsätzen zu Beginn auf der Stelle treten. Wegen des verkürzten Bondhandels an der Wall Street dürften die Volumina auch am Aktienmarkt vor dem Wochenende ausdünnen.

Rückblick: Impulslos verlief das Geschäft an Europas Börsen am Feiertag „Christi Himmelfahrt“. Das Protokoll der US-Notenbanksitzung von Anfang Mai, das am Vorabend veröffentlicht wurde, brachte für die meisten Marktakteure keine Überraschungen und bestätigte den Zinserhöhungspfad der Fed. An den Märkten setzte es keine großen Akzente. Um 13,3 Prozent ging es für Wizz Air nach oben. Die ungarische Billigfluggesellschaft hat im vergangenen Geschäftsjahr mehr verdient und sieht keine Auswirkungen des Brexit auf ihr Geschäft. Andere Aktien der Branche wiesen ebenfalls teils kräftige Gewinne auf. Lufthansa stiegen um 2,5 und Air France-KLM um 2,1 Prozent.

DAX/MDAX/TECDAX

Knapp behauptet – Kräftig nach oben ging es für die Thyssenkrupp-Aktie mit Aufschlägen von 2,3 Prozent. Wie das Manager Magazin schreibt, erhofft sich der Stahlkonzern aus einer Fusion mit dem Europageschäft von Tata Steel erhebliche Synergien. Stada verloren 0,4 Prozent auf 65,14 Euro. Wie die Nachrichtenagentur Reuters nun unter Berufung auf Insider berichtete, hat sich Shanghai Pharmaceuticals entschieden, kein Gebot abzugeben. Damit sind Bain und Cinven mit ihrem Gebot von 66 Euro je Stada-Aktie wieder in der Pole-Position. Zooplus stiegen um 8,1 Prozent, nachdem JP Morgan die Aktien mit „Overweight“ aufgenommen hat. Aixtron gewannen 5,9 Prozent. Der Maschinenbauer verkauft Produktlinien für Speicherchips für zwischen 45 und 55 Millionen Dollar in die USA. Weiter aufwärts ging es mit Rocket Internet nach dem jüngsten positiven Nachrichtenfluss, diesmal um 3,4 Prozent. Siltronic stiegen um 6,5 Prozent. Die Credit Suisse hat das Kursziel erhöht.

XETRA-NACHBÖRSE/XDAX (22 Uhr): unv. bei 12.619 Punkten

Von einem ruhigen Feiertagshandel sprach ein Händler von Lang & Schwarz. Es habe keine aufallenden Kursbewegungen gegeben.

USA / WALL STREET

Etwas fester – Die US-Börsen haben ihren guten Lauf fortgesetzt und neue Rekordstände erklommen. Das Protokoll der Notenbanksitzung vom Vortag wirke nach, hieß es. Es erschien den Teilnehmern taubenhafter als erwartet. Der Markt erwies sich als sehr robust, denn ein Absturz des Ölpreises lastete kaum auf dem Gesamtmarkt. Energiewerte wurden aber abverkauft. Neben dem Fed-Protokoll stützten weiter die guten Geschäftszahlen der Unternehmen im ersten Quartal. Unter den Einzelwerten kletterten Best Buy um 21,5 Prozent. Der Elektronikhändler hat mehr umgesetzt und verdient als erwartet. Sears verzeichneten einen Anstieg von 13,5 Prozent. Die Kaufhauskette ist zwar tiefer in die Verlustzone gerutscht, aber nicht so tief wie befürchtet. Es gab aber auch enttäuschende Zahlenausweise, so von Signet Jewelers und Hormel Foods, deren Aktien um 7,8 bzw 6,4 Prozent fielen. Für HP Inc ging es um 3,4 Prozent nach unten. Der PC-und Drucker-Hersteller musste beim Gewinn einen deutlichen Rückgang verkraften. 1,8 Prozent abwärts ging es mit General Motors. Der Konzern muss sich wegen der möglichen Manipulation von Abgaswerten verantworten.

DEVISENMARKT

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Do, 18.28 Uhr EUR/USD 1,1202 -0,1% 1,1210 1,1218 EUR/JPY 124,88 -0,4% 125,35 125,35 EUR/CHF 1,0907 +0,0% 1,0906 1,0902 GBP/EUR 1,1500 -0,0% 1,1542 1,1550 USD/JPY 111,47 -0,3% 111,81 111,74 GBP/USD 1,2884 -0,4% 1,2939 1,2957 

Der Euro bewegt sich zu Beginn des europäischen Handels um die Marke von 1,12 Dollar seitwärts. Der Yen zieht gegenüber dem Dollar leicht an. Vor dem langen Wochenende, in den USA findet am Montag keine Handel statt, dürfte das Geschäft insgesamt in ruhigen Bahnen verlaufen, sagt ein Beobachter. Für Impulse könnten das US-BIP in der zweiten Veröffentlichung und der G7-Gipfel sorgen.

ROHSTOFFE

ÖL

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 48,64 48,9 -0,5% -0,26 -14,3% Brent/ICE 51,21 51,46 -0,5% -0,25 -12,6% 

Ein Hauptthema in der insgesamt eher dürftigen Nachrichtenlage war der Absturz des Ölpreises. Marktteilnehmer hatten sich von einem Treffen der Opec-Länder mit Ölländern außerhalb des Kartells mehr erhofft. Wie erwartet wurden die bestehenden Förderkürzungen um neun Monate verlängert. Doch an den Märkten war man sich weitgehend einig, dass die Beschlüsse nicht ausreichen, um den Preis oben zu halten. Ende vergangenes Jahr waren bereits entsprechende Beschlüsse gefasst worden, ohne dass sich an den hohen Lagerbeständen etwas geändert hatte. „Das ist wirklich ein Schlag ins Wasser“, sagte Ric Navy, Vizepräsident für Energie-Futures beim Broker R.J. O’Brien & Associates LLC: „Die Märkte sagen deutlich, dass mehr getan werden muss.“ Was beschlossen worden sei, sei mit dem jüngsten Anstieg längste eingepreist worden, sagte Investmentstratege Maxwell Gold von ETF Securities. Der Preis für Brentöl fiel um 5 Prozent auf 51,22 Dollar je Barrel, der Preis für WTI um 5,4 Prozent auf 48,60 Dollar – und dies, obwohl die Preise am Morgen gegenüber dem Vortag noch im Plus notierten. Im asiatischen Handel bauten die Ölpreise ihre Abgaben noch aus, allerdings mit einem moderateren Tempo.

METALLE

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold (Spot) 1.258,12 1.255,70 +0,2% +2,42 +9,3% Silber (Spot) 17,19 17,16 +0,2% +0,03 +7,9% Platin (Spot) 951,30 946,50 +0,5% +4,80 +5,3% Kupfer-Future 2,59 2,60 -0,1% -0,00 +3,0% 

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

May 26, 2017 01:44 ET (05:44 GMT)

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