Nach Übernahmeschlacht um VW: Musterverfahren der Aktionäre beginnt

HANNOVER (dpa-AFX) – Im milliardenschweren Streit um die Folgen
der gescheiterten VW -Übernahme durch den viel
kleineren Sportwagenbauer Porsche hat am Donnerstag das
Musterverfahren begonnen. Eine Beweisaufnahme sei am ersten Tag
nicht geplant, sagte eine Sprecherin des Oberlandesgerichts Celle im
Vorfeld der mündlichen Verhandlung. Vielmehr sollten Sach- und
Rechtsfragen erörtert werden. Für das Musterverfahren (Az: 13 Kap
1/16) sind zunächst zehn Verhandlungstermine vom Oberlandesgericht
angesetzt – und zwar am Landgericht Hannover. Insgesamt wurden die
Feststellungsziele von 42 Klägern gebündelt.

Hintergrund ist die Übernahmeschlacht zwischen der einstigen
Porsche-Mutter und Volkswagen . Seit 2005 baute
Porsche seine Anteile an VW schrittweise auf. Schließlich versuchte
Porsche den wesentlich größeren Konzern komplett zu schlucken. Am
Ende hielt die Holding zwar die Mehrheit an VW, musste aber wegen
hoher Schulden ihre Sportwagenmarke Porsche an VW abgeben. Porsche
wurde zu einer Marke im Volkswagen-Konzern. Der missglückte
Übernahmeversuch führte zu heftigen Kursturbulenzen – was einige
Anleger viel Geld kostete. Diese sehen sich rückblickend
fehlinformiert. Die Porsche SE hält die Klagen für
unbegründet./tst/DP/men

ISIN DE000PAH0038 DE0007664039

AXC0070 2017-10-12/10:29

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