Neue Westfälische (Bielefeld): Wegen Onlinehandel: Konzerne fordern Sonntagsöffnung Nutzen, nicht verteufeln Christian Geisler

Bielefeld (ots) – Der Einzelhandel stöhnt mal wieder über die Konkurrenz aus dem Netz. Knapp 25 Prozent aller Artikel aus der Bekleidungsbranche werden in Deutschland online bestellt. Jeder fünfte Bundesbürger fehlt also auf dem Straßenbild der Innenstädte und ordert zumindest seine Kleidung bequem von Zuhause aus. Aus Sicht der großen Warenhäuser sollen das verkaufsoffene Sonntage ändern. Sie sollen Besucher in die Innenstädte locken, die sonst vielleicht nicht kämen. Der böse Feind namens Onlinehandel hat schließlich auch nonstop, an sieben Tagen der Woche für 24 Stunden geöffnet. Dass große Warenhäuser aber selbst Online-Shops besitzen und mit ihren Angeboten gegen andere Verkaufsportale voraussichtlich nicht ankommen, wird verschwiegen. Zu schlecht sind die Shops im Google-Suchmaschinenranking positioniert, zu teuer die Angebote im Vergleich zur Konkurrenz. Sicherlich bieten verkaufsoffene Sonntage für kleine wie größere Läden eine wertvolle Möglichkeit, ihre Stärken gegenüber dem Onlinehandel auszuspielen und zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Aber insbesondere Jüngere, die sich mühelos im Internet bewegen, sind mit Appellen zum Kauf vor Ort kaum zu erreichen. Es bleibt schließlich, wie es immer war: Der Kunde sucht das für ihn beste Angebot. Der Handel muss lernen, das Internet zu nutzen und nicht zu verteufeln. Es gilt ein Profil zu schaffen, das mehr bietet als der anonyme Online-Handel. Nur dann kommen die Kunden, nicht etwa weil verkaufsoffener Sonntag ist.

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