NOWEDA-Generalversammlung: Apothekereigenes Unternehmen wächst über Markt

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Dr. Michael P. Kuck, Vorstandsvorsitzender der NOWEDA Apothekergenossenschaft eG. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/65940 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: „obs/NOWEDA eG“

Essen (ots) – Der Vorstand der NOWEDA Apothekergenossenschaft eG zog auf der diesjährigen Generalversammlung, die am 25. November 2017 in Essen stattfand, erneut eine positive Bilanz: Im Geschäftsjahr 2016/2017 (Stichtag 30. Juni 2017) steigerte das apothekereigene pharmazeutische Großhandelsunternehmen seinen Umsatz von 5,6 Mrd. Euro im Vorjahr um nahezu 12 Prozent auf rund 6,3 Mrd. Euro. Das Wachstum über dem Markt beträgt damit 2,91 Prozent ohne Berücksichtigung des Umsatzes der im Dezember 2016 erworbenen Ebert+Jacobi GmbH & Co. KG. Vorstand und Aufsichtsrat der Essener Genossenschaft schlugen, wie schon in den Vorjahren, die Ausschüttung einer Bardividende an die Mitglieder in Höhe von 9,35 Prozent auf die Grundanteile und 11,22 Prozent auf die freiwilligen Anteile vor. Die Generalversammlung stimmte diesem Vorschlag zu.

Mehr als 250 Mio. Euro des Umsatzzuwachses (672 Mio. Euro) erwirtschafteten die bisherigen NOWEDA-Standorte in Deutschland und erreichten damit eine Steigerung von rund fünf Prozent. Vom 1. Januar 2017 bis zum 30. Juni 2017 sind rund 345 Mio. Euro Umsatz auf den Erwerb des privaten Pharmagroßhandels Ebert+Jacobi in Würzburg zurückzuführen. Der Rest des Umsatzzuwachses verteilt sich auf die Beteiligungen in Luxemburg (Comptoir Pharmaceutique Luxembourgeois S.A.) und in der Schweiz (PharmaFocus). Das Eigenkapital hat sich um 36 Mio. Euro auf 408,3 Mio. Euro erhöht. Die Verbindlichkeiten sind um 217,8 Mio. Euro auf 801,8 Mio. Euro gestiegen, die Bilanzsumme um fast 25 Prozent auf 1,29 Mrd. Euro. Für die Erhöhung dieser Kennzahlen gibt die apothekereigene NOWEDA als wesentlichen Grund den Erwerb von Ebert+Jacobi an.

Mit Verweis auf die unverändert hohe Wettbewerbsintensität sowie den stark gestiegenen Anteil an hochpreisigen Arzneimitteln berichtet NOWEDA von einem weiterhin leichten Rückgang des Rohertrages um 0,17 Prozentpunkte auf 5,01 Prozent. „Die Bilanz der NOWEDA ist insgesamt als sehr solide einzuordnen“, betonte der NOWEDA-Vorstandsvorsitzende Dr. Michael P. Kuck auf der Generalversammlung.

Das Bundeskartellamt stimmte der Übernahme von Ebert+Jacobi durch NOWEDA bereits im Dezember 2016 zu. Seitdem sei die Integration des privaten Pharmagroßhandels in die NOWEDA-Gruppe äußerst positiv verlaufen, berichtet der NOWEDA-Vorstand. Mit dem Erwerb verbunden sind knapp 2.000 Geschäftsbeziehungen, fast 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie etwa 700 Mio. Euro Jahresumsatz. Immer mehr Apothekerinnen und Apotheker zeichneten bereits Anteile an NOWEDA: „Erwartungsgemäß haben sich schon in den ersten Monaten zahlreiche Apothekerinnen und Apotheker für eine Mitgliedschaft begeistert. Und so konnten wir allein im Einzugsbereich der vier neuen Niederlassungen 345 neue Mitglieder und Eigentümer begrüßen. Ihre Zahl ist auf nunmehr 9.257 Apothekerinnen und Apotheker gestiegen“, so Dr. Kuck.

Wesentliche Investitionen im Geschäftsjahr 2016/2017 stellten neben Ebert+Jacobi die Errichtung der neuen Niederlassung in Barsbüttel bei Hamburg dar, die im Oktober 2017 den Betrieb aufgenommen hat, sowie die Erweiterung der Essener Hauptverwaltung, deren Fertigstellung unmittelbar bevorsteht. Neben neuen Büroräumlichkeiten für die in den vergangenen Jahren deutlich gewachsene Belegschaft bietet der Erweiterungsbau in Essen einen großen Veranstaltungsbereich, der für Kongresse, Seminare und Treffen mit den Mitgliedern genutzt werden soll, berichtet der NOWEDA-Vorstand.

Ein ebenfalls wichtiges Thema auf der diesjährigen Generalversammlung: Die aktuellen politischen Entwicklungen und die Vertretung wirtschaftlicher Interessen der Mitglieder durch NOWEDA, unter anderem mit Gutachten, Studien, der Informationskampagne „Sofort vor Ort“ und juristischer Unterstützung für Mitglieder. „Für die Apotheken in Deutschland wird in naher Zukunft vieles davon abhängen, welche Haltung die Politik einnehmen wird“, so Dr. Kuck. „Vor allem stellt sich die Frage, ob es endlich zum längst überfälligen Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln kommt.“

Nachdem der Europäische Gerichtshof (EuGH) ausländische Versandapotheken im Oktober 2016 von der deutschen Preisbindung auf verschreibungspflichtige Arzneimittel (Rx) befreit und Vor-Ort-Apotheken in Deutschland damit wirtschaftlich benachteiligt hat, beauftragten NOWEDA und der Deutsche Apotheker Verlag ein wissenschaftliches Gutachten bei Gesundheitsökonom Professor Dr. Uwe May, Politikwissenschaftlerin Cosima Bauer und Jurist Dr. Heinz-Uwe Dettling. „Das Gutachten ‚Versandverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel‘ weist detailliert nach, dass der Arzneimittelversand aus dem EU-Ausland den Vor-Ort-Apotheken in Deutschland schaden wird“, betont Dr. Kuck. „Selbst in einem sehr konservativen Szenario, in dem der Marktanteil des Versandhandels an rezeptpflichtigen Arzneimitteln unter zehn Prozent bleibt, sind rund 2.000 Vor-Ort-Apotheken wegen fehlender Rentabilität in ihrer Existenz bedroht.“ Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass nur ein Versandverbot mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln die flächendeckende Versorgung durch Vor-Ort-Apotheken – rund um die Uhr und mit allen Gemeinwohlaufgaben – sicherstellen kann. Dr. Kuck weiter: „Aktuell haben wir mehr als 54.000 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte angeschrieben und über den drohenden Versorgungsengpass ihrer Patienten informiert. Ich verspreche Ihnen: Wir werden am Thema Versandverbot dranbleiben.“

Pressekontakt:

NOWEDA eG
Stefan Heine
Leiter Unternehmenskommunikation
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