Ölpreise bauen Verluste aus

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) – Die Ölpreise sind am Montag gesunken.
Im Vormittagshandel haben sich die leichten Verluste aus dem frühen
Handel ein Stück weit ausgeweitet. Ein Barrel (je 159 Liter) der
Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar kostete gegen Mittag
63,55 US-Dollar. Das waren 31 Cent weniger als am Freitag. Der Preis
für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 51
Cent auf 58,44 Dollar.

Marktbeobachter sprachen von einer Gegenbewegung am Ölmarkt nach
kräftigen Gewinnen in der Vorwoche. Am Freitag hatte der US-Ölpreis
bei 59,05 Dollar den höchsten Stand seit Mitte 2015 erreicht.
Preistreiber war unter anderem ein Agenturbericht über eine mögliche
Verlängerung der Förderkürzung wichtiger Ölstaaten.

Experten gehen davon aus, dass der Beschluss über eine
Verlängerung der Produktionssenkung bereits auf dem kommenden
Treffen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) am
Donnerstag (30. November) gefasst werden könnte. Rohstoffexperten
der Commerzbank sprechen von einer „großen Erwartungshaltung im
Vorfeld der Opec-Sitzung“.

„Alles andere als eine Verlängerung des Kürzungsabkommens wäre
eine große Überraschung und würde zu einem massiven Preisrückgang
führen“, hieß es weiter von den Commerzbank-Experten. Ihrer
Einschätzung nach haben spekulative Finanzanleger mittlerweile stark
auf höhere Ölpreise gesetzt. In der Commerzbank wird das Risiko von
Gewinnmitnahmen daher als „beträchtlich“ eingeschätzt./jkr/jsl/das

AXC0122 2017-11-27/13:00

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