Platzt die STADA-Übernahme?

Bis gestern ist die Annahmequote für das Übernahmeangebot der Finanzinvestoren Bain und Cinven mit 36,55 % deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Bis Donnerstag müssen Cinven und Bain mindestens 67,5 % der Aktien des Arzneimittel-Herstellers einsammeln, sonst gilt ihr Angebot über 66 Euro je Aktie als gescheitert. Das wird eine ganz knappe Sache…br/>
Platzt der Verkauf, dürfte die Stada-Aktie, die am Montag bei 64,10 Euro gehandelt wurde, in den Keller gehen. Viele institutionelle Anleger dienen ihre Aktien zwar erst ganz am Ende der Annahmefrist an. Banker befürchten aber, dass sich einige spekulative Investoren wie Hedgefonds verpokern könnten. Viele von ihnen sind in der Hoffnung auf ein besseres Angebot zu Kursen über 66 Euro eingestiegen und zögern daher, mit Verlust zu verkaufen.br/>
Von der Untergrenze von 67,5 % können die Stada-Bieter nicht mehr abrücken. Eine Offerte darf nach dem Gesetz nur einmal geändert werden – und das hatten die Bieter bereits getan, als sie die Schwelle von zuvor 75 % senkten. Cinven und Bain brauchen einen Beherrschungsvertrag, um die Übernahme finanzieren zu können – und um diesen abschließen zu können, benötigen sie eine Dreiviertel-Mehrheit in der Hauptversammlung. Bain und Cinven hatten sich nach einem monatelangen Poker um das Unternehmen aus Bad Vilbel bei Frankfurt gegen die Konkurrenten Advent und Permira durchgesetzt und dabei nach Einschätzung von Analysten den Preis schon voll ausgereizt.br/>
Bernecker Redaktion / www.bernecker.info

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