PRESSESPIEGEL/Unternehmen: INFINEON, MERCK, DEUTSCHE TELEKOM, NORDLB, KARSTADT, HORNBACH, VARENGOLD BANK, VW,

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

INFINEON – Beim deutschen Chiphersteller Infineon läuft das Geschäft derzeit gut, besonders aus China gibt es viele Aufträge. Angst vor der Konkurrenz hat Konzernchef Reinhard Ploss nicht – auch nicht vor Übernahmeangriffen. „Wir können unser Know-how gut schützen“, sagte er in einem Interview. (SZ S. 22/FAZ S. 22/Handelsblatt S. 16)

MERCK – Kurz vor dem Start der weltweit wichtigsten Onkologie-Konferenz ASCO hat sich der Pharmakonzern Merck offen gezeigt für weitere Kooperationen und Zukäufe. „Merck hat sich stark fokussiert. Vor allem in der Immunonkologie, bei der es darum geht, das körpereigene Abwehrsystem auszunutzen, um den Krebs zu bekämpfen, wollen wir unsere Stärken ausbauen. Das schließt auch gezielte Zukäufe ein, um unsere Pipeline zu stärken“, sagte der Leiter der globalen Forschung und Entwicklung im Pharmageschäft von Merck, Luciano Rossetti. (Welt S. 12)

DEUTSCHE TELEKOM – Telekom hängt immer stärker am US-Markt: Die Tochter T-Mobile US befeuert das Wachstum des Konzerns. Das Europa-Geschäft hingegen schwächelt, und die IT-Tochter T-Systems liefert rote Zahlen. Wie fit die Telekom für die Zukunft ist, zeigt der Handelsblatt-Bilanzcheck. (Handelsblatt S. 20)

NORDLB – Die NordLB prüft den Verkauf ihrer Immobilientochter Deutsche Hypothekenbank. Dadurch könnte die Landesbank dem Vernehmen nach ihre vergleichsweise dünne Kapitaldecke stärken. Wegen der anhaltenden Schiffskrise hatte das Institut im Vorjahr einen Rekordverlust von knapp 2 Milliarden Euro ausweisen müssen. Ein Sprecher der Landesbank sagte zu einem möglichen Verkauf der Deutschen Hypo, der Konzern habe im April das Transformationsprogramm „One Bank“ vorgestellt und erklärt, dass alle Konzerneinheiten einschließlich Tochtergesellschaften und Beteiligungsunternehmen auf den Prüfstand gestellt würden. (SZ S. 18)

KARSTADT – Im Kampf gegen den stärker werdenden Onlinehandel fordern die deutschen Warenhausunternehmen Kaufhof und Karstadt, sonntags ihre Läden nach Belieben öffnen zu dürfen. Ziel der Initiative „Selbstbestimmter Sonntag“ sei es, die Diskriminierung des innerstädtischen Einzelhandels zu beenden, sagte Karstadt-Chef Stephan Fanderl. Ob und wie oft Geschäfte an Sonntagen öffnen dürfen, entscheiden derzeit die Länder. (SZ S. 15/FAZ S. 15)

HORNBACH – Der Baumarktbetreiber Hornbach baut seinen Onlinehandel erheblich aus. Angst vor Amazon hat Vorstand Albrecht Hornbach nicht. Hornbach könne einen Multi-Kanal-Vertrieb anbieten, die Kunden könnten wählen, ob sie die Produkte geliefert bekommen, oder im Markt abholen. Die Preise seien online und im Markt dieselben. Hornbach zeigte sich überzeugt, dass „offline“ im Heimwerkergeschäft auch auf Dauer das deutlich größere Gewicht behalte. Alle reinen Online-Anbieter schauen sich nach seinen Worten deshalb aktuell nach stationären Märkten um. (FAZ S. 18)

VARENGOLD BANK – Die Justiz ermittelt nach Informationen des Handelsblatts gegen Gründer der Hamburger Varengold Bank und ihren Ex-Großaktionär Sanjay Shah. Er soll allein den dänischen Staat mit Cum-Ex-Geschäften um 1,65 Milliarden Euro erleichtert haben. (Handelsblatt S. 30)

VW – Der VW-Konzern bringt im Abgasskandal erneut Verbraucherschützer und Kunden gegen sich auf. Nach Angaben des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) lehnt der Konzern eine Verlängerung jener Kulanzregel ab, die Betroffene des Dieselskandals vor Verjährung ihrer Ansprüche schützt. Dies ist nach Informationen der Süddeutschen Zeitung in jüngsten Gesprächen zwischen dem Konzern und dem VZBV klar geworden. Damit beginnt für 2,5 Millionen betroffene VW-Kunden ein juristischer Countdown. Egal ob Kaufpreis-Minderung, Schadenersatz oder Rücktritt vom Vertrag: Nur noch bis zum 31.12.2017 können Kunden ihre Forderungen gegen den Konzern geltend machen – danach laufen wichtige Gewährleistungsrechte aus. (SZ)

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May 30, 2017 00:30 ET (04:30 GMT)

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