Pressestimme: ‚Der Tagesspiegel‘ zum Ende von Air Berlin

BERLIN (dpa-AFX) – „Der Tagesspiegel“ zum Ende von Air Berlin:

„Eine kollektive Lösung für alle 8000 Mitarbeiter war von den
Verantwortlichen weder angestrebt worden, noch war sie realistisch.
Air Berlin war unsanierbar, deshalb gab es auch kein Angebot für
eine Komplettübernahme, das die Gläubiger überzeugt hat. Einige
Betriebsräte und die Gewerkschaft Verdi, die Personal der Verwaltung
und am Boden vertritt, hat die Mitarbeiter zu lange im Glauben
gelassen, dass es einen geordneten Betriebsübergang geben könnte.
Das war unredlich, denn die Alternative zum zeitweiligen
Weiterbetrieb der Airline mithilfe des
150-Millionen-Euro-Staatskredits wäre nur das sofortige Aus gewesen,
inklusive fristloser Kündigung von 8000 Mitarbeitern. Nun also
übernimmt Lufthansa die Filetstücke samt ungefähr 3000 Mitarbeitern.
Immerhin war Lufthansa-Chef Carsten Spohr so ehrlich, zu erklären,
dass er Preiserhöhungen auf einzelnen Strecken nicht
ausschließe.“/yyzz/DP/nas

AXC0005 2017-10-13/05:35

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