Pressestimme: ‚Handelsblatt‘ zu Brexit-Verhandlungen

DÜSSELDORF (dpa-AFX) – „Handelsblatt“ zu Brexit-Verhandlungen:

„Für die Regierung in London erweisen sich die Verhandlungen mit
der EU als eine einzige große Demütigung. Egal was Theresa May
verlangt – alles prallt ab an der erstaunlich geschlossenen Front
von 27 EU-Staaten. Das gilt auch für ihre Forderung nach einer
Anpassungsphase nach dem EU-Austritt ihres Landes im März 2019. Die
Regierung in London wird ihre Übergangsphase nur bekommen, wenn sie
den Scheidungsvertrag unterschreibt – inklusive der 60 Milliarden
schweren Austrittsrechnung. Hinzu kommt, dass die Briten zwei Jahre
länger alle Pflichten eines EU-Mitglieds erfüllen müssen, obwohl sie
ihr Stimmrecht im EU-Ministerrat verlieren. Für May ist das ein ganz
schlechtes Geschäft. Wenn sie darauf eingeht, gefährdet sie ihr Amt
und den Zusammenhalt ihrer Partei. Tut sie es nicht, riskiert sie
den Absturz der britischen Volkswirtschaft.“/yyzz/DP/nas

AXC0007 2017-10-13/05:35

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