Rheinische Post: Kommentar / Bayer auf Schlingerkurs = Von Antje Höning

Düsseldorf (ots) – Der erfolgsverwöhnte Bayer-Konzern erfährt mächtig Gegenwind. Im April hat er seine Prognose angehoben, nun muss er seine Ziele wieder kassieren. Solch hektischen Schlingerkurs kennt man von Start-ups, aber nicht von soliden Traditionsfirmen. Zunächst wollte Bayer die Monsanto-Übernahme im ersten Quartal bei der EU anmelden, nun wurde es der letzte Tag im zweiten Quartal. Für alles gibt es Gründe, doch es zeigt sich auch, dass der Megadeal kein Spaziergang ist. Zu bekannten Problemen – Monsanto gilt als Konzern mit dem schlechtesten Image der Welt – kommen neue hinzu: Den Kauf der Merck-Arzneien für zehn Milliarden hat Bayer weder verdaut, noch ist er erfolgreich – schon soll der Konzern einen größeren Deal stemmen. Der frühere Chef Dekkers wird gewusst haben, warum er die Finger von Monsanto ließ. Finanzchef Dietsch wird auch wissen, warum er 2018 frühzeitig geht. Dass Staaten Monsantos Verkaufshit Glyphosat immer kritischer sehen, macht es nicht leichter. Ein Scheitern an Kartellfragen würde Bayer Milliarden kosten. Jetzt ist der Konzern zum Erfolg verdammt.

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