Rheinische Post: Kommentar: Fördergeld fürs sichere Heim

Düsseldorf (ots) – Es hört sich so leicht an: Einfach die Türen und Fenster aller Wohnungen und Häuser in NRW mit effektiver Sicherheitstechnik ausstatten und schon würde sich das Einbruchsland Nummer eins in Deutschland ins einruchssicherste Bundesland verwandeln. So leicht, wie es sich anhört, ist es natürlich nicht. Eine Einbruchschutzverordnung, in der alle Eigentümer verpflichtet werden, ihre Immobilien mit einheitlichen Standards gegen Einbrecher zu schützen, dürfte kaum umsetzbar sein – auch wenn es vom Prinzip her richtig wäre. Denn anders als etwa die Rauchmelderpflicht ist ein wirkungsvoller Tür- und Fensterschutz mit hohen Kosten verbunden. Woher nehmen, wenn nicht stehlen, kann man in dem Zusammenhang passenderweise fragen. Dem Land dürften die finanziellen Mittel fehlen. Und Eigentümer kann man nicht dazu verpflichten, so kostspielige Maßnahmen aus der eigenen Tasche zu bezahlen, zumal es viele Menschen gibt, die sich das überhaupt nicht leisten können. Vielmehr sollte man darüber nachdenken, finanzielle Anreize zu schaffen. Wer sein Haus einbruchssicher machen will, sollte vom Staat – ähnlich wie beim Kauf eines Elektroautos – finanziell gefördert werden.

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