Rheinische Post: Kommentar: Inklusionsgewurstel

Düsseldorf (ots) – Dass es schlecht läuft mit der Inklusion in NRW, ist inzwischen leider eine Binse. Alarmierendes fördert die neueste Umfrage unter Lehrern zutage: In mancher Hinsicht wird es nicht nur nicht besser, es wird schlechter – etwa bei der Vorbereitung der Lehrer. Rot-Grün hat die Inklusion hastig eingeführt und in die Sackgasse manövriert. Der Befreiungsschlag ist nicht in Sicht: Die Personallücke ist nicht ad hoc zu schließen, nur über Fortbildungen notdürftig zuzukleistern. Und ein Schließungsverbot für Förderschulen, das die CDU nun verspricht, bände Sonderpädagogen, die anderswo benötigt werden. Ganz abgesehen davon: Geld für Tausende zusätzliche Sonderpädagogen hat das Land in Zeiten der (trotzdem segensreichen) Schuldenbremse gar nicht. Zugleich leistet es sich eine teure Verlängerung der Gymnasialzeit. Statt in den Kampf gegen das „Turbo-Abi“ hätten die Eltern ihre Energie in die Arbeit an der Inklusion stecken sollen. Dafür ist es zu spät. Das gigantische Gewurstel wird weitergehen, vermutlich leider auch unter Schwarz-Gelb. Bei der Inklusion brauchen alle Beteiligten in NRW ganz langen Atem.

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