Rheinische Post: Kommentar: Nordkorea am Ziel

Düsseldorf (ots) – Nordkorea, das ist leider keine neue Erkenntnis, ist auf seinem Weg zur Atommacht nicht zu stoppen – es sei denn mit Waffengewalt. Aber vor einem neuen Koreakrieg schreckt selbst ein Donald Trump zurück. Nun verkündet das Kim-Regime nach einem erneuten Raketentest, es sei mit seiner Nuklearrüstung am Ziel. Militärisch gesehen ist das noch übertrieben. Die Diktatur hat bisher nur bewiesen, dass sie die technischen Fähigkeiten und die nötige Entschlossenheit hat, um morgen die ganze Welt mit Atomwaffen zu bedrohen. Politisch gesehen könnte es aber durchaus zutreffen. Denn Kim Jong Un verfolgt mit der Atomrüstung zwei strategische Ziele: Zum einen hilft ihm die Bombe, seine Macht nach innen wie nach außen zu sichern. Zum anderen verschafft sie ihm ein Erpressungspotenzial. Schon sein Vater ließ sich jedes noch so kleine Zugeständnis mit üppiger Wirtschaftshilfe bezahlen. Kim könnte jetzt dasselbe versuchen. Man wird mit ihm reden müssen, auch um herauszufinden, ob er Schlimmeres im Schilde führt, etwa die Ausdehnung seines Regimes nach Südkorea.

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