ROUNDUP: Containerreederei Hapag-Lloyd schließt Fusion mit Arabern ab

HAMBURG (dpa-AFX) – Nach monatelangen Verzögerungen hat die
Linienreederei Hapag-Lloyd die Fusion mit der
arabischen Reederei UASC unter Dach und Fach gebracht. „Das ist ein
wichtiger strategischer Meilenstein und ein großer Schritt nach vorn
für Hapag-Lloyd“, sagte Vorstandschef Rolf Habben Jansen am Mittwoch
in Hamburg. Damit ist der Weg frei, UASC in den Konzern zu
integrieren und die angestrebten Einsparungen umzusetzen. Sie sollen
ab 2019 jährliche Kostenminderungen von 435 Millionen US-Dollar
bringen, große Teile davon schon 2018.

2014 hatte die chilenische CSAV ihre Containersparte bei
Hapag-Lloyd untergebracht. Die Hamburger wollen ihre
Wettbewerbsposition in der krisengeschüttelten Schifffahrtsbranche
stärken und nun mit UASC ihren fünften Platz in der internationalen
Top-Liga absichern. „Wir mussten eine Unmenge an Dokumenten
erstellen. Vielleicht haben wir das einen Tick unterschätzt“, hatte
Vorstandschef Rolf Habben Jansen schon bei der Bilanzvorlage im März
erläutert. Bis zu dem Monatsende war ursprünglich der Vollzug
geplant gewesen.

Die United Arab Shipping Company (UASC) bringt knapp 80 Schiffe
in den Konzern ein und erhöht die gemeinsame Flotte auf rund 230
Schiffe und eine Transportkapazität von 1,6 Millionen
Standardcontainer (TEU). Vor einer innerhalb von sechs Monaten
geplanten Kapitalerhöhung gehört Hapag-Lloyd nun zu 22,6 Prozent
CSAV, zu 14,8 Prozent der Stadt Hamburg, zu 14,6 Prozent dem
Unternehmer Klaus-Michael Kühne, zu 14,4 Prozent der Holding von
Qatar und zu 10,1 Prozent einem Fonds des Königreichs Saudi-Arabien.
Der Streubesitz an der börsennotierten Aktiengesellschaft wird sich
auf rund 14,6 Prozent belaufen./akp/DP/she

ISIN DE000HLAG475

AXC0210 2017-05-24/15:28

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.