ROUNDUP: Gea senkt Prognose nach schwachem Quartal – Aktie rutscht ab

DÜSSELDORF (dpa-AFX) – Der Maschinenbauer Gea hat
nach einem weiteren schwachen Quartal seine Erwartungen an das
Gesamtjahr gekappt. Weil vor allem das Projektgeschäft bei den
Kunden im zweiten Quartal schlechter lief und weniger abwarf als im
vergangenen Jahr, rechnen die Düsseldorfer laut einer Mitteilung vom
Wochenende mit weniger operativem Gewinn 2017 als bisher. Zusätzlich
zu den Problemen im Projektgeschäft schlug ein mittlerer
einstelliger Millionenbetrag für nicht mehr vermarktete
Abfüllanlagen zu Buche. Die Aktie des im MDax notierten Unternehmen sackte vorbörslich auf der Handelsplattform
Tradegate um fast 7 Prozent ab.

Das um Sonderkosten bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (Ebitda) werde nun statt der bisher erwarteten 620
bis 670 Millionen Euro nur noch bei 600 bis 640 Millionen Euro
liegen, hieß es vom Unternehmen. Darin seien Zusatzkosten für die
nicht mehr angebotenen Abfüllanlagen nicht enthalten – diese sollten
aber einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag nicht
übersteigen. Auch bei der Entwicklung des freien Bargeldzuflusses
rechnet Gea die Sonderkosten nun heraus.

UMSATZ SOLL WEITER MODERAT ZULEGEN

Vergangenes Jahr war der operative Gewinn des Maschinenbauers
bereits um knapp 9 Prozent auf 566 Millionen Euro gefallen. Beim
Umsatz rechnet Gea 2017 weiter mit einem moderaten Anstieg zu den
4,5 Milliarden Euro aus dem Vorjahr.

Das Management um Chef Jürg Oleas hatte bereits nach dem
schwierigen ersten Quartal die bisherige Jahresprognose an den
Verlauf des zweiten Vierteljahres geknüpft – und das verlief
durchwachsen. Die Erlöse sanken von 1,16 Milliarden Euro im
entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 1,14 Milliarden Euro. Das
bereinigte Ebitda fiel vor allem belastet durch die Sparte mit
kundenintensivem Projektgeschäft von 145 auf 122 Millionen Euro. Der
Auftragseingang legte um 1,6 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro
zu./he/men/nas/stb

ISIN DE0006602006

AXC0046 2017-07-17/08:56

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