ROUNDUP: Hamburg gewinnt als Standort für Start-ups an Bedeutung

FRANKFURT (dpa-AFX) – Hamburg liegt einer Umfrage zufolge als
Standort für Start-ups im Trend. Die Hansestadt wird nach
Einschätzung von Gründern junger Technologieunternehmen an Bedeutung
gewinnen, wie aus einer Studie des Wirtschaftsprüfungsunternehmens
PricewaterhouseCoopers (PwC) hervorgeht, die der Deutschen
Presse-Agentur vorliegt. Im Ranking von neun Städten schneidet
Hamburg mit 74 Prozent am besten ab. Auf den Plätzen zwei und drei
folgen Berlin und Frankfurt.

Am unteren Ende der Skala rangieren den Angaben zufolge
Stuttgart, Dresden und Karlsruhe. Hier glauben nur etwa die Hälfte
oder weniger der 450 befragten Start-up-Gründer an einen
Bedeutungszuwachs. München, Köln und Düsseldorf liegen im
Mittelfeld. Zugrunde gelegt wurde bei der Standort-Auswahl der
European Digital City Index, in dem die neun deutschen Städte
aufgeführt sind.

Gründe für die Einschätzung wurden nicht genannt. Hamburg ist
unter anderem ein Standort von Medien und Handelsunternehmen. Mehr
als die Hälfte der Befragten ist in den Bereichen Informations- und
Kommunikationstechnik tätig, gefolgt vom E-Commerce (25 Prozent).

Grundsätzlich siedelten sich Start-ups in der Regel in größeren
Städten mit einer guten Infrastruktur an, erläuterte PwC-Experte
Philipp Medrow. „Insbesondere in ländlichen Regionen gibt es dagegen
noch viel Nachholbedarf – allem voran beim Breitbandausbau.“

Das größte volkswirtschaftliche Risiko für ihr eigenes
Geschäftsmodell sehen die meisten Start-up-Gründer – wie bei der
Umfrage im Vorjahr – im Fachkräftemangel (29 Prozent). Auf Platz
zwei folgt die Schuldenkrise in Europa (26 Prozent) und auf Rang
drei das Thema „Strengere Vorgaben beim Datenschutz“.

Fast die Hälfte der Befragten schätzt das Risiko, selbst Opfer
eines Cyber-Angriffes zu werden, als hoch ein. Rund jedes siebte
Unternehmen war in den vergangenen drei Jahren demnach schon
mindestens einmal Ziel einer Attacke. Als Maßnahmen zur Verbesserung
der eigene IT-Sicherheit stehen Schulungen zur
Informationssicherheit und entsprechende Investitionen in den
kommenden zwölf Monaten ganz oben auf der Agenda./mar/DP/stb

AXC0024 2017-07-17/07:32

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