ROUNDUP: Sportartikelhersteller Puma erhöht erneut Prognose

HERZOGENAURACH (dpa-AFX) – Der Sportartikelhersteller Puma
hat am Montag nach einem starken zweiten Quartal zum
zweiten Mal in diesem Jahr seine Prognose für das laufende
Geschäftsjahr erhöht. Damit beginnt sich die seit vier Jahren
anhaltende Restrukturierung des Unternehmens mehr und mehr
auszuzahlen.

Die Puma-Aktie sprang daraufhin an und erreichte am Nachmittag
ein Zweimonatshoch. Zwischenzeitlich stieg die Aktie um rund 7
Prozent. In ihrem Sog konnte auch das Papier des Konkurrenten Adidas
anziehen, das sich mit einem Plus von knapp 1,3
Prozent an die Spitze des Dax setzte.

KRÄFTIGES WACHSTUM IM ZWEITEN QUARTAL

Dank eines überraschend guten zweiten Quartals erwartet Puma nun
einen operativen Gewinn (Ebit) von 205 bis 215 Millionen Euro, wie
das Unternehmen mitteilte. Bislang hatten die Herzogenauracher 185
bis 200 Millionen Euro prognostiziert. Das Konzernergebnis soll
weiterhin deutlich zulegen. Auch der Umsatz soll sich dynamischer
entwickeln. Puma erwartet nun anstelle eines währungsbereinigten
Wachstums im niedrigen zweistelligen Prozentbereich ein Plus von 12
Prozent bis 14 Prozent.

Im zweiten Quartal steigerte der Adidas -Konkurrent
seinen Umsatz um währungsbereinigt 16,3 Prozent auf 968,7 Millionen
Euro. Nominal lag das Plus vorläufigen Berechnungen zufolge bei 17,2
Prozent. Das Ebit erhöhte sich von knapp 12 Millionen im
Vorjahreszeitraum auf 43,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen
weiter mitteilte. Die ausführlichen Zahlen will Puma am 26. Juli
veröffentlichen.

GESCHÄFT MIT SPORTARTIKEL LÄUFT RUND

Das Geschäft mit Sportartikeln läuft derzeit rund. Zuletzt hatte
der weltgrößte Sportartikelhersteller Nike gute
Zahlen für das jüngste Geschäftsquartal vorgelegt. Adidas will
Anfang August folgen. Der Lokalrivale von Puma war ebenfalls stark
in das neue Jahr gestartet und peilt für das laufende Jahr erneut
ein Rekordergebnis an.

Puma hatte bereits im April nach den Zahlen zum ersten Quartal
seine Prognose erhöht. Dabei profitierte das Unternehmen von einer
anhaltend guten Nachfrage nach Schuhen. Auch Kooperationen wie die
mit US-Sängerin Rihanna erwiesen sich als Wachstumstreiber.
Vorstandschef Björn Gulden war jedoch um Zurückhaltung bemüht und
trat auf die Euphoriebremse. Gulden, der das Ruder 2012 bei dem
damals kriselnden Sportartikelhersteller übernommen hatte, sprach
noch im April von einem „langen Weg“, den Puma vor sich
habe./nas/jha/he

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AXC0168 2017-07-17/16:36

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