ROUNDUP: Umwelthilfe unterliegt im Abgas-Streit mit VW

DÜSSELDORF (dpa-AFX) – Im Gerichtsstreit mit Volkswagen
um Aussagen zu den Abgaswerten eines VW
-Diesel hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) eine
Niederlage einstecken müssen. Nach einer am Mittwoch ergangenen
Entscheidung der 12. Zivilkammer am Landgericht Düsseldorf darf die
Umwelthilfe nicht mehr den Eindruck erwecken, dass VW gesetzliche
Abgas-Grenzwerte nicht einhalte. Damit bestätigte das Gericht eine
zuvor erlassene einstweilige Verfügung.

Es ging um Aussagen zu den Abgaswerten eines VW Golf, welche die
DUH in eigenen Messungen auf der Straße ermittelt und per
Pressemitteilung öffentlich gemacht hatte. Die DUH habe mit dieser
Pressemitteilung den Eindruck erweckt, dass VW gesetzliche
Abgas-Grenzwerte nicht einhalte, so das Gericht. Die von VW
angegebenen Abgaswerte seien aber wie vorgesehen durch Labortests
ermittelt worden.

Dass zukünftig im tatsächlichen Fahrbetrieb gemessen werden soll,
ändere an der derzeit geltenden Gesetzeslage mit Messungen im
Laborbetrieb nichts, so das Gericht. Das Urteil ist nicht
rechtskräftig. Die Deutsche Umwelthilfe kündigte an, umgehend
Berufung einzulegen.

„Die Berufung ist notwendig, weil die Aufklärungsarbeit von
Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden durch die Meinungsfreiheit
geschützt ist. Unliebsame Berichterstattung zu verhindern und uns
einzuschüchtern nehmen wir nicht hin“, sagte
DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch laut einer Mitteilung. Resch
kündigte an, weitere Untersuchungen von Diesel-Pkw
durchzuführen./uta/DP/jha

ISIN DE0007664005 DE0007664039

AXC0198 2017-05-31/14:46

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.