ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Italiens Börse sehr schwach – London geschlossen

PARIS/LONDON (dpa-AFX) – Für die meisten Börsen Europas ist der
Beginn der neuen Handelswoche wegen eines Feiertags in den USA und
Großbritannien unspektakulärer und umsatzarm zu Ende gegangen. Eine
Ausnahme bildete allerdings der Aktienmarkt in Italien. Dort sorgten
Spekulationen über vorgezogene Neuwahlen für kräftige Verluste.

Der EuroStoxx 50 beendete den Montag lustlos,
konnte aber gegen Handelsschluss seine moderaten Verluste
wettmachen. Er schloss prozentual unverändert bei 3578,95 Punkten.
Der CAC-40 in Paris gab um minimale 0,08 Prozent auf
5332,47 Punkte nach und auch in Madrid und Zürich wurden nur leichte
Verluste verbucht. In Mailand hingegen beendete der FTSE MIB
den Tag mit einem Abschlag von 2,01 Prozent. Es
herrschten Sorgen, dass im Fall von vorgezogenen Neuwahlen die
Europa-Kritiker in Italien das Ruder übernehmen könnten, sagte ein
Händler.

Besonders schwach zeigten sich entsprechend die italienischen
Bankaktien, wie etwa Ubi Banca mit minus 4,74 Prozent, Unicredit
mit minus 4,34 Prozent oder die im Leitindex der
Euroregion vertretene Bank Intesa Sanpaolo mit minus
2,06 Prozent. Sie trugen maßgeblich dazu bei, dass der Branchenindex
das Schlusslicht bildete mit einem Abschlag von 0,31 Prozent. Der
Versicherer-Sektor hingegen war Spitzenreiter mit plus 0,31 Prozent.

Unter den Einzelwerten standen in Madrid die Anteilsscheine der
Fluggesellschaft IAG mit einem Kursabschlag von rund
2,78 Prozent im Anlegerfokus. Die Konzerntochter British Airways -
Großbritanniens größte Airline – hat wegen einer IT-Panne große
Probleme mit ihrem Flugbetrieb. Wegen der Probleme hatte die
Fluglinie am Samstag alle Flüge von den Londoner Flughäfen Heathrow
und Gatwick abgesagt. Kunden mussten weltweit Verspätungen oder
Ausfälle hinnehmen.

Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat dem Novartis-Medikament Zykadia
die Zulassung für eine bestimmte Form von Lungenkrebs erteilt. Die
Novartis-Papiere zeigten sich mit einem Minus von
0,13 Prozent davon aber kaum beeindruckt.

Die Titel von Carrefour gehörten mit einem
Kursplus von 2,25 Prozent zu den größten Tagesgewinnern in Europa.
Händler verwiesen zur Begründung auf Presseberichte, wonach
Alexandre Bompard als Favorit für den Chefposten beim französischen
Handelskonzern gilt. Bompard ist derzeit Geschäftsführer der Buch-
und Elektronikhandelskette Fnac. Deren Aktien fielen um 2,53
Prozent./ck/jha/

ISIN FR0003500008 EU0009658145 EU0009658160 IT0003465736

AXC0189 2017-05-29/18:47

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