ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Wenig verändert an Christi Himmelfahrt

PARIS/LONDON (dpa-AFX) – Europas Börsen haben an Christi
Himmelfahrt nach einem recht schwankungsintensiven Handelstag wenig
verändert geschlossen. Da die Umsätze, wie an Feiertagen üblich,
recht dünn gewesen seien, hätten derartige Kursbewegungen
einkalkuliert werden müssen, sagte ein Börsianer am Donnerstag.

Zum Handelsschluss standen moderaten Gewinnen an der spanischen
Börse in Madrid leichte Verluste in Mailand gegenüber. Der EuroStoxx
50 fiel um 0,06 Prozent auf 3584,55 Punkte, nachdem
er zum Handelsstart noch die Marke von 3600 Punkten übersprungen
hatte. In Paris bewegte sich der CAC-40 mit minus
0,08 Prozent auf 5337,16 Punkte letztlich ebenfalls kaum vom Fleck.
Der Londoner FTSE 100 legte um 0,04 Prozent auf
7517,71 Punkte zu.

Impulse für den Handel kamen vor allem aus den USA: Die meisten
Mitglieder der US-Notenbank (Fed) hatten sich laut dem Protokoll der
vergangenen Sitzung für eine baldige Fortsetzung der geldpolitischen
Straffung ausgesprochen. Da ein weiterer Zinsschritt im Juni bereits
mehrheitlich erwartet wird, war das zwar keine Überraschung mehr.
Allerdings signalisierte die Fed zugleich, sie wolle mehr Hinweise
abwarten, ob die jüngste Wirtschaftsschwäche in der weltgrößten
Volkswirtschaft tatsächlich nur vorübergehend sei. Erst dann soll es
mit dem Abbau geldpolitischer Stimuli weitergehen.

Unter den 19 Branchen Europas war der Ölsektor Schlusslicht mit
einem Minus von 1,19 Prozent. Die Ölpreise waren trotz der
Verlängerungen der Förderbeschränkungen um neun Monate durch das
Ölkartell Opec gefallen. Die Märkte schienen aber etwas enttäuscht,
begründete Jan Edelmann, Analyst bei der HSH Nordbank, die
Kursverluste. Einige hätten offenbar noch mit etwas mehr gerechnet.

Weiter im Blick der Anleger an Europas Börsen standen die nunmehr
wieder gehandelten Aktien von Safran , die am
Mittwochvormittag zusammen mit denen von Zodiac vom
Handel ausgesetzt worden waren. Der französische Luftfahrt- und
Rüstungskonzern Safran teilte schließlich mit, dass er nach der
Gewinnwarnung von Zodiac im März nun nicht mehr so viel für den
Flugzeugausrüster zahlen wolle, wie ursprünglich geplant. Die
Offerte wurde von 29,47 auf 25,00 Euro je Aktie gesenkt. Die
Safran-Aktien gewannen an der EuroStoxx-Spitze nun mehr als 3
Prozent. Bei den Anteilscheinen von Zodiac stand ein Plus von 0,61
Prozent auf 23,105 Euro zu Buche.

In London brachen außerhalb des FTSE 100 die Aktien von Petrofac
um rund 30 Prozent ein. Nachdem die britische
Strafverfolgungsbehörde Ermittlungen wegen Korruption aufgenommen
hatte, suspendierte der Öl- und Gaskonzern seinen Vorstand Marwan
Chedid.

Die Anteile von Tate & Lyle sackten um gut 5
Prozent ab. Der Zuckerhersteller hatte seine Bilanz für das
Geschäftsjahr 2016/17 vorgelegt. Laut dem Analystenhaus Davy
Research könne der Südzucker-Konkurrent zwar auf ein
von Fortschritten gekennzeichnetes Jahr zurückschauen. Allerdings
dürfte sich nach den Zahlen die Konsensschätzung für den operativen
Gewinn im laufenden Geschäftsjahr kaum ändern./la/he

ISIN GB0001383545 FR0003500008 EU0009658145

AXC0112 2017-05-25/18:30

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