ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Rekordlust ungebrochen – Dow über 23 800 Punkte

NEW YORK (dpa-AFX) – Der Aktienmarkt in New York schwingt sich in
immer luftigere Höhen. Am Dienstag vermochte selbst ein neuer
nordkoreanischer Raketentest die Rekordjagd der US-Indizes nicht zu
stoppen. Die Kursgewinne schmolzen nur vorübergehend etwas zusammen,
mehr nicht.

Der Leitindex Dow Jones Industrial überwand im
späten Handel erstmals die Marke von 23 800 Punkten und stieg in der
Spitze bis auf 23 849,61 Zähler. Zum Handelsschluss verbuchte er
einen Aufschlag von 1,09 Prozent auf 23 836,71 Punkte.

Für den breit gefassten S&P 500 ging es um 0,98
Prozent auf 2627,04 Punkte hoch, nachdem er zuvor bei 2627,69
Stellen einen neuen Höchststand erreicht hatte. Der von
Technologiewerten dominierte Nasdaq 100 legte um 0,26
Prozent auf 6422,56 Punkte zu. Auch dieser Index hatte im Verlauf
bei 6426,04 Punkten eine Bestmarke erreicht.

Marktbeobachter begründeten die Euphorie am Aktienmarkt mit
jüngsten Fortschritten bei der von US-Präsident Donald Trump
geplanten Steuerreform sowie mit der robusten US-Wirtschaft. An den
Finanzmärkten wird weiter fest mit einer US-Leitzinserhöhung im
Dezember gerechnet. „Die Rahmenbedingungen sprechen für eine
Anhebung“, sagte der nominierte Fed-Chef Jerome Powell während einer
Anhörung vor dem Bankenausschuss des Senats an diesem Dienstag. „Es
wird Zeit, die Leitzinsen zu normalisieren.“

Powell machte auch deutlich, dass er am aktuellen geldpolitischen
Kurs der Fed keinen Änderungsbedarf sieht. Er wurde von US-Präsident
Donald Trump als neuer Chef der US-Notenbank vorgeschlagen. Der
Senat muss der Nominierung noch zustimmen.

In den USA hatte sich zudem die Verbraucherstimmung im November
überraschend aufgehellt. Der vom Conference Board erhobene Indikator
stieg auf 129,5 Zähler und damit höher als von Volkswirten erwartet.
Dies ist darüber hinaus der höchste Stand seit November 2000.

Angesichts der Aussicht auf weiter anziehende Leitzinsen stiegen
am New Yorker Aktienmarkt die Papiere von Banken, die als Profiteure
eines festen Zinsumfelds gelten. JPMorgan eroberten
die Spitze im Dow-Jones-Index mit plus 3,50 Prozent. Goldman Sachs
gewannen 1,83 Prozent. Schwächster Dow-Wert waren die
Anteile von Apple mit minus 0,59 Prozent.

Die Papiere von Merck & Co gewannen 0,70 Prozent
und wurden von der Ankündigung einer höheren Dividende gestützt.
Zudem plant der Pharmakonzern Aktienrückkäufe im größeren Stil.

Im Blick standen außerdem die Aktien von Emerson und Rockwell Automation . Der auf
Automatisierungstechnik spezialisierte Emerson-Konzern zog sein
zuletzt rund 29 Milliarden US-Dollar schweres Übernahmeangebot für
den Wettbewerber zurück. Das Rockwell-Management wehre sich
weiterhin gegen Gespräche über einen Zusammenschluss, hieß es zur
Begründung. Die Emerson-Papiere stiegen um rund 3,67 Prozent. Die
Rockwell-Titel gewannen 3,19 Prozent.

Der Euro geriet im New Yorker Handel merklich
unter Druck. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1844
US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs
auf 1,1888 (Montag: 1,1952) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete
damit 0,8412 (0,8367) Euro. Richtungweisende zehnjährige
US-Staatsanleihen stagnierten bei 99 10/32 Punkte. Sie rentierten
mit 2,33 Prozent./ajx/she

— Von Achim Jüngling, dpa-AFX —

ISIN US2605661048

AXC0317 2017-11-28/22:41

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