Sachsen-Anhalt will Millionen von der Bahn zurück

Sachsen-Anhalt fordert von der Deutschen Bahn (DB) die Rückzahlung von vielen Millionen Euro. Wie der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, will das Landgericht Frankfurt am Main im Juni über eine entsprechende Klage des Bundeslandes entscheiden.

Die Landesregierung Sachsen-Anhalts wirft der Bahn vor, jahrelang zu Unrecht überhöhte Trassengelder kassiert zu haben. Unter anderem geht es um eine eingleisige, teilweise marode Schienenstrecke zwischen Naumburg und Nebra. Für deren Benutzung verlangte die Bahn angeblich höhere Tarife als auf einer voll ausgebauten ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke. Einschließlich Zinsen fordert Sachsen-Anhalt nun eine Rückzahlung von gut 240 Millionen Euro.

Ein DB-Sprecher sagt, die Bahn habe „rechtens“ gehandelt und die Länder nicht geschädigt. Wenn Sachsen-Anhalt das Verfahren gewinnt, könnte die Bahn mit ähnlichen Forderungen weiterer Bundesländer in Höhe von insgesamt weit über einer Milliarde Euro rechnen.

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