Schwäbische Zeitung: Gut für alle – Kommentar zur Reform des Abiturs

Ravensburg (ots) – Selten ist eine Reform im Bildungsbereich so gestrickt, dass in der Sache niemand motzen kann. Der Umbau der Oberstufe am Gymnasium, wie ihn Kultusministerin Susanne Eisenmann nun vorgeschlagen hat, scheint aber genau das zu sein: ein Gesamtwerk, das vieles verbessert. Die Schüler können freier wählen, womit sie sich intensiver beschäftigen wollen. Das führt zu einem höheren fachlichen Wissen, dessen Mangel in Unternehmen und an Hochschulen zuletzt häufig kritisiert wurde. Und auch die Lehrer dürfte es freuen, dass sie in den Leistungsfächern nun mehr Zeit und womöglich auch interessiertere Schüler haben.

Durch die Reform werden zudem Missstände behoben. Die Abschaffung der Präsentationsprüfung als Alternative zur klassischen mündlichen Prüfung etwa war überfällig, die Prüfung an sich nämlich eine Farce. Jahrgänge an Abiturienten haben sich ihre Präsentationen aus dem Internet gezogen, statt sie selbst zu erstellen. Nicht so sehr aus Faulheit als aus dem Grund, auf Nummer sicher zu gehen. Was schonmal gut bewertet wurde, hat gute Chancen, erneut erfolgreich abzuschneiden.

Dass mit den Änderungen die Vergleichbarkeit des Abiturs im Ländervergleich gestärkt wird, ist das i-Tüpfelchen der gelungenen Reform.

OTS: Schwäbische Zeitung newsroom: http://www.presseportal.de/nr/102275 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_102275.rss2

Pressekontakt: Schwäbische Zeitung Redaktion Telefon: 0751/2955 1500 redaktion@schwaebische-zeitung.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.