Schwäbische Zeitung: Zurück zu den Wurzeln – Ein Kommentar zur Parteienlandschaft in Frankreich

Ravensburg (ots) – Die Präsidentschaftswahlen haben die Parteienlandschaft Frankreichs harsch neu geordnet. Von den einst regierenden Sozialisten ist kaum etwas übrig – nicht einmal die Parteizentrale. Die Republikaner stehen vor der Spaltung, auch der Front National kämpft mit dem Wahlausgang.

Der Abgang von Florian Philippot ist das beste Zeichen dafür. Der Vordenker der Rechtspopulisten war eine Art zweites Ich von Marine Le Pen. Nun opfert ihn die Parteichefin, um nach ihrer Wahlniederlage die eigene Haut zu retten. Die 49-Jährige ist angeschlagen und sucht einen Sündenbock. Mit Philippot wirft sie in einer Verzweiflungstat die ganze Strategie über den Haufen, die sie vor Jahren selbst mit formulierte. Die Strategie des Wolfs im Schafspelz, die Philippot so geschickt verkaufte. Die Partei von Jean-Marie Le Pen zeigt wieder ganz offen ihr hässliches Gesicht. Weg mit der Anti-Euro-Rhetorik und mit ihr 70 Prozent des gesamten Programms. Es bleiben Nationalismus und Ausländerfeindlichkeit pur. Der Wolf will wieder Wolf sein. Zurück zu den Wurzeln.

OTS: Schwäbische Zeitung newsroom: http://www.presseportal.de/nr/102275 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_102275.rss2

Pressekontakt: Schwäbische Zeitung Redaktion Telefon: 0751/2955 1500 redaktion@schwaebische-zeitung.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.