Skandal um Inspektionsfälschung erschüttert japanischen Stahlriesen

TOKIO (dpa-AFX) – Ein Skandal um gefälschte Inspektionsdaten
erschüttert den japanischen Stahlriesen Kobe Steel .
Wie japanische Medien am Mittwoch unter Berufung auf informierte
Kreise berichteten, steht die Nummer drei der japanischen Branche im
Verdacht, neben Daten zu Aluminium und Kupfer auch solche zu
Eisenpulver gefälscht zu haben. Der Konzern hatte zuvor zugegeben,
Aluminium- und Kupferprodukte mit gefälschten Inspektionsdaten zum
Beispiel zur Materialstärke an rund 200 nicht genannte
Unternehmenskunden ausgeliefert zu haben. Kobe Steel prüfe derzeit
intern, ob auch Daten zu Eisenpulverprodukten und möglicherweise
sogar weiteren Materialien gefälscht worden sind. Die Regierung
forderte den Konzernriesen auf, die Vorfälle aufzuklären.

Eine Reihe von Unternehmen, darunter Autobauer wie Nissan
und Honda , haben inzwischen wissen
lassen, dass betroffene Aluminiumprodukte von Kobe Steel in ihren
Fahrzeugen verbaut worden seien. Dies ließ in Marktkreisen
Befürchtungen über mögliche Massenrückrufe aufkommen. Sollte es
tatsächlich dazu kommen, geriete Kobe Steel in ernste finanzielle
Schwierigkeiten, hieß es in Medienberichten. Das Unternehmen schrieb
in den vergangenen zwei Geschäftsjahren wegen hoher Materialkosten
und Abschreibungen im Chinageschäft rote Zahlen./ln/DP/jha

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AXC0142 2017-10-11/13:58

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