Steuerfallen können hässlich werden: Unternehmen leasen Diensträder für ihre Mitarbeiter und sparen …

Unternehmen leasen Diensträder für ihre Mitarbeiter und sparen damit Steuern. Die Mitarbeiter bekommen ein neues Rad und bleiben fit. Klingt gut, birgt aber steuerliche Fallstricke. Worauf Firmen zwingend achten sollten.

Fahrradfahren ist gesünder, umweltfreundlicher und günstiger als Autofahren. Noch dazu sparen sich Radfahrer die oft nervenaufreibende Suche nach einem Parkplatz. Trotzdem fahren nach Angaben des Statistischen Bundesamts nur neun Prozent der Deutschen mit dem Fahrrad zur Arbeit. Zwei Drittel der Arbeitnehmer nehmen trotz allem lieber das Auto. Die Ausreden: Radfahren ist zu anstrengend, der Weg ist zu weit, die Fahrt dauert zu lang.

Dabei ist Radfahren gesund: Niederländische Forscher fanden heraus, dass Arbeitnehmer, die mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, im Schnitt einen Tag seltener wegen Krankheit fehlen, als solche, die mit anderen Verkehrsmitteln kommen. Mobilitätsforscher der Uni Frankfurt wiesen nach, dass Fahrradfahrer einen niedrigeren Body-Mass-Index haben als ihre nichtradelnden Kollegen. Deshalb haben sie ein verringertes Risiko für Langzeiterkrankungen und fühlen sich wohler. Ein weiteres Ergebnis: Höheres Wohlbefinden steigert die Mitarbeiterzufriedenheit und damit voraussichtlich auch die Produktivität. Wenn Unternehmen gesunde und zufriedene Mitarbeiter haben wollen, lohnt es sich also, sie zum Radfahren zu motivieren.

Auch die Politik wünscht sich schon länger, dass mehr Arbeitnehmer auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umsteigen. Es gilt, Klimaziele zu erreichen, Staus und Parkplatzmangel zu bekämpfen. Bekanntlich wirken finanzielle Anreize beim Thema Umweltschutz oft mehr als Appelle und Zwang. Deshalb verliehen die Finanzbehörden der Länder 2012 dem Dienstrad die gleichen steuerlichen Vorteile wie dem Dienstwagen.

Das funktioniert so: Der Arbeitgeber zahlt Leasingraten, Versicherung und Wartung für das Rad. Der Arbeitnehmer darf damit zur Arbeit oder dienstlichen Terminen radeln, aber auch private Touren unternehmen. Dabei muss er kein Fahrtenbuch führen wie beim Dienstwagen. Den so gewonnenen geldwerten Vorteil muss der Arbeitnehmer mit einem Prozent des Neupreises des Fahrrads monatlich versteuern. Bei der sogenannten Gehaltsumwandlung wird die Leasingrate für das Rad dem Arbeitnehmer vom Gehalt abgezogen. Dadurch sinkt sein zu versteuerndes Einkommen. …

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