Studie: Deutsche Wirtschaft profitiert von EU-Abkommen mit Indien

GÜTERSLOH (dpa-AFX) – Ein Freihandelsabkommen zwischen Indien und
der EU könnte die deutsche Wirtschaft einer aktuellen Studie zufolge
anschieben. Deutschland könne in diesem Fall mit einem um jährlich
4,6 Milliarden Euro höherem Bruttoinlandsprodukt kalkulieren,
berechnete das Ifo-Institut im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Die
Studie lag der Deutschen Presse-Agentur vor. Besonders Hersteller
von Kraftfahrzeugen, Maschinen und Ausrüstung dürften profitieren.
Verlierer auf deutscher Seite seien Dienstleiter sowie die Textil-
und Bekleidungsindustrie.

Ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien ist jedoch
noch lange nicht in Sicht. An diesem Dienstag (30.05.) trifft sich
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin mit dem indischen
Premierminister Narendra Modi im Rahmen der Deutsch-Indischen
Regierungskonsultationen, die seit 2011 alle zwei Jahre stattfinden.

Ein Abkommen habe nicht nur ökonomische Vorteile für beide
Seiten, sondern würde grundsätzlich ein wichtiges Zeichen für den
Freihandel setzen, sagte Bertelsmann-Asienexpertin Cora Jungbluth.
Angesichts von Abschottungstendenzen der US-Regierung unter
Präsident Donald Trump und des geplanten Brexits werben globale
Konzerne sowie die EU für Globalisierung. Zudem könnte das Abkommen
dazu beitragen, den Wachstumsmarkt Indien besser für europäische
Unternehmen zu erschließen, sagte Jungbluth./bvi/smr/DP/zb

AXC0005 2017-05-29/05:13

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