Thyssen und Tata hoffen bei Stahl-Fusion auf hohe Synergien – Magazin

FRANKFURT (Dow Jones)–Thyssenkrupp erhofft sich bei einer Fusion mit dem Europageschäft von Tata Steel einem Magazinbericht zufolge massive Kostensenkungen. Wie das Manager Magazin unter Berufung auf informierte Personen berichtet, beziffern die Partner die Synergien im Falle eines Zusammenschlusses auf 400 bis 600 Millionen Euro im Jahr. Bei Thyssenkrupp war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Zuletzt waren die Verhandlungen zwischen Thyssenkrupp und Tata, die zwischenzeitlich durch die Brexit-Entscheidung und einen Führungswechsel bei Tata ins Stocken geraten waren, wieder in Schwung gekommen.

Thyssenkrupp will den Konzern umbauen und sich künftig stärker auf das stabilere Industriegüter- und Dienstleistungsgeschäft konzentrieren. Seit rund einem Jahr schon verhandelt der Konzern deswegen mit Tata Steel über eine Zusammenlegung des europäischen Stahlgeschäfts. Doch die Gespräche sind schwierig. Vor allem die milliardenschweren Pensionslasten in Großbritannien gelten als eines der größten Hindernisse auf dem Weg zu einem europäischen Stahlriesen.

Dort hat Tata jedoch jüngst Fortschritte gemacht. So wurde mit dem britischen Pensionsfonds in der Sache eine grundsätzliche Einigung erzielt. Das Unternehmen werde den gesamten Pensionsfonds abspalten und dabei etwa 550 Millionen britische Pfund in den Fonds zahlen. Zudem sollen die Treuhänder mit einem Drittel an dem britischen Stahlgeschäft beteiligt werden.

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May 25, 2017 09:42 ET (13:42 GMT)

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