Turbo raus, Effizienz rein: Schraubengebläse für die Abwasserreinigung

„Papierhersteller haben verfahrensbedingt einen hohen Wasserbedarf und produzieren auch entsprechend große Mengen an Abwasser“, erklärt Ulf Riege, Leiter der Mechanischen Instandhaltung bei Leipa. „Doch haben sich die Prozesse bei uns in Schwedt über die Jahre dahingehend verbessert, dass sich die Abwassermenge von rund 20 Litern pro Kilogramm produziertes Papier auf nur noch acht Liter verringert hat.“

Das Problem dabei: Bislang belüfteten zwei große Turbokompressoren die aerobe biologische Stufe der Abwasserreinigung, wobei eine der beiden Maschinen jeweils als Redundanz fungierte. Durch die gesunkenen Abwassermengen liefen die Turbos aber nicht mehr im optimalen Betriebsbereich, der bei dieser Technologie sehr eng ist. Als dann Ende 2013 nach 20 Jahren Betrieb eine größere Reparatur anstand, entschloss sich der Betreiber, die Belüftung der insgesamt vier Belebungsbecken komplett neu zu planen und die beiden Turbos durch vier Schraubengebläse von Atlas Copco zu ersetzen – je zwei Geräte mit fester und zwei mit variabler Drehzahl. „Wir haben jeweils ein Gebläse mit fester und eins mit variabler Drehzahl in Betrieb, die anderen beiden stehen als Redundanz zur Verfügung“, beschreibt Riege das neue Anlagenkonzept. „Die Verfügbarkeit der Druckluft ist an dieser Stelle äußerst wichtig, denn wenn die Biologie nicht richtig arbeitet, steht die komplette Produktion, und das wird dann teuer.“

Energieverbrauch wichtiger Aspekt

Auf der Papiermaschine im Werk Schwedt Nord stellt das Unternehmen derzeit 280.000 t/a grafische Papiere für den Zeitungsdruck her. Seit Ende 2001 gehörte der Standort zur finnischen UPM-Gruppe, wurde dann im Sommer 2016 von Leipa Georg Leinfelder übernommen. Die fertigt bereits seit 1992 im Werk Süd auf dem Nachbargrundstück mit drei weiteren Papiermaschinen Magazin- und Verpackungspapiere, Spezialpapiere und Karton. Als Rohstoff kommt in beiden Werken ausschließlich Altpapier in verschiedenen Qualitäten zum Einsatz. „Die Themen Energieeffizienz und Umwelt haben bei uns im Unternehmen einen hohen Stellenwert“, betont Riege. „Wir sind nach EMAS zertifiziert und betreiben ein Energiemanagementsystem gemäß ISO 50001. Darin verpflichten wir uns, unseren Energiebedarf …

Den vollständigen Artikel lesen …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.