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DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Baseler Ausschuss einigt sich auf Output Floor von 72,5% – Zeitung

Im Streit um die Vollendung der Eigenkapitalrichtlinie Basel 3 zeichnet sich einem Zeitungsbericht zufolge eine Einigung ab, die bei deutschen Banken nicht auf Begeisterung stoßen dürfte. Laut einem Bericht der Börsen-Zeitung hat sich der Baseler Ausschuss darauf geeinigt, dass der mit internen Modellen ermittelte Eigenkapitalbedarf von Banken mindestens 72,5 Prozent des mit einem Standardmodell berechneten Werts entsprechen muss. Einen Wert von 75 Prozent hatten Deutschland und Frankreich zuvor abgelehnt.

Regierung erhöht Wachstumsprognosen für 2017 und 2018

Der Wirtschaftsaufschwung in Deutschland wird dieses und nächstes Jahr nach neuesten Berechnungen der Bundesregierung deutlich kräftiger ausfallen als zuvor prognostiziert. Für 2017 erwartet sie laut ihrer Herbstprojektion einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,0 Prozent und für 2018 ein Wachstum von 1,9 Prozent, wie das Bundeswirtschaftsministerium bekanntgab. Damit wurden die Prognosen für beide Jahre deutlich angehoben, denn bisher hatte die Regierung mit Zuwächsen um 1,5 und 1,6 Prozent gerechnet.

Renten-Reserve bei knapp 30 Milliarden Euro

Die Rentenkasse ist derzeit noch gut gefüllt. Die Nachhaltigkeitsrücklage (Schwankungsreserve) lag im August 2017 bei 29,5 Milliarden Euro im Vergleich zu 19,1 Milliarden Euro im Oktober 2011, während im gleichen Zeitraum der Beitragssatz von 19,5 auf 18,7 Prozent gesenkt wurde, wie die Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Bund bei ihrer Sitzung in Berlin am Mittwoch bekanntgab. Laut den aktuellen Vorausberechnungen könne der Beitragssatz bis 2021 stabil bleiben, erklärte der Vorsitzende Herbert Neumann.

Ifo-Präsident Fuest sieht 33 Milliarden Euro Entlastungsvolumen

Die künftige Bundesregierung muss nach Überzeugung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung kräftig die Steuern senken und im Gegenzug die Ausgaben kürzen. Nur dann kann die Steuerquote laut dem Institut konstant auf dem Niveau von 22 Prozent aus dem Jahr 2014 gehalten werden. „Wenn die Politik sagt, das ist unsere Leitlinie, dann sind Steuersenkungen angesagt“, erklärte Institutspräsident Clemens Fuest in Berlin. Komme die erste Senkung 2019, würde sich „ein Entlastungsvolumen von 33 Milliarden Euro“ ergeben.

Opec hebt Prognosen für Ölnachfrage leicht an

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hat ihre Prognosen für die weltweite Ölnachfrage im laufenden und kommenden Jahr etwas angehoben und rechnet zugleich für beide Jahre mit einem etwas geringeren Ölangebot aus Nicht-Opec-Ländern als bisher. Wie aus dem aktuellen Opec-Monatsbericht hervorgeht, rechnet das Kartell für 2017 nun mit einem Anstieg der täglichen Nachfrage um 1,45 Millionen Barrel auf 96,80 Millionen Barrel. Im Vormonat war ein Anstieg von 1,42 Millionen prognostiziert worden. Für 2018 wird ein Anstieg um 1,38 (1,35) auf 98,19 Millionen Barrel vorausgesagt.

Spaniens Regierung versteht Puigdemonts Vorgehen nicht

Die spanische Zentralregierung hat die Führung der Region Katalonien zur Klärung ihres Vorgehens bezüglich einer Loslösung von Spanien aufgefordert. Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy zeigte sich am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung in Madrid unsicher, ob der katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont am Vorabend die Unabhängigkeit der Region erklärt habe oder nicht. Das Kabinett habe deshalb beschlossen, eine offizielle Anfrage an die Regionalregierung zu richten, „ob sie die Unabhängigkeit Kataloniens erklärt“ habe, sagte Rajoy.

Katalanische Regierung: Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung „symbolisch“

Die katalanische Regionalregierung hat die Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung als „symbolischen Akt“ bezeichnet. Eine Unabhängigkeitserklärung müsse durch das Regionalparlament Kataloniens erfolgen, was aber nicht der Fall gewesen sei, sagte Regierungssprecher Jordi Turull am Mittwoch in Barcelona. Die Unterzeichnung der Erklärung durch Regionalpräsident Carles Puigdemont und die Unabhängigkeitsbefürworter unter den Abgeordneten sei ein „symbolischer Akt, mit dem wir alle unsere Bereitschaft unterzeichnet haben, die Unabhängigkeit zu erklären“, sagte der Sprecher.

Spaniens Außenminister wirft Katalanen „Täuschungsmanöver“ vor

Der spanische Außenminister Alfonso Dastis hat die aufgeschobene Unabhängigkeitserklärung Kataloniens als „Täuschungsmanöver“ bezeichnet. Dastis äußerte sich am Mittwoch im französischen Radiosender Europe 1 empört über „die Winkelzüge, die sie machen, um eine Sache und ihr Gegenteil zu sagen“. Zugleich warnte der Chefdiplomat vor „wirtschaftlichen und sozialen Auseinandersetzungen“ in Katalonien.

Spaniens Regierung prüft „alle Optionen“ im Umgang mit Katalonien

Die spanische Regierung ist am Mittwoch zu einer Dringlichkeitssitzung zusammengekommen, um über das weitere Vorgehen im Konflikt mit Katalonien zu beraten. In der Ministerrunde seien „alle Optionen“ auf dem Tisch, hieß es in Madrid aus Regierungskreisen. Ministerpräsident Mariano Rajoy will sich am Nachmittag (16.00 Uhr) in einer Rede vor dem Parlament zur Lage in Katalonien nach der aufgeschobenen Unabhängigkeitserklärung äußern.

Regierung lehnt Vermittlung in Katalonien-Konflikt weiter ab

Die Bundesregierung bleibt bei ihrer Haltung und wird sich nicht in den Katalonien-Konflikt einmischen. Es handele sich um eine innerspanische Angelegenheit, „bei der wir eine Vermittlerrolle nicht anstreben“, sagte Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin. Gleichzeitig betonte sie, dass jegliche Unabhängigkeitserklärung illegal wäre und keine Anerkennung finden würde. Am Vorabend hatte die katalonische Regionalregierung die Unabhängigkeitserklärung vorerst auf Eis gelegt.

Gabriel fordert gemeinsame Lösung für Katalonien

Im Konflikt um eine Abspaltung Kataloniens vom Rest Spaniens hat der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel auf eine Einigung gedrungen. „Eine einseitige Ausrufung der katalanischen Unabhängigkeit wäre unverantwortlich“, erklärte der SPD-Politiker am Mittwoch in Berlin. „Unsere gemeinsame europäische Erfahrung zeigt doch: Europas Stärke liegt in seiner Einigkeit und dem Frieden, den die europäische Einigung erbracht hat.“

US-Handelskammer warnt vor Scheitern von neuer Nafta-Verhandlungsrunde

Die US-Handelskammer hat wegen der harten Verhandlungslinie der Regierung von Präsident Donald Trump vor einem Scheitern der neuen Verhandlungsrunde über das nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) gewarnt. Auf dem Verhandlungstisch lägen „mehrere giftige Pillen“, die das Aus für das gesamte Abkommen bedeuten könnten, sagte der Präsident der größten Unternehmensvertretung der USA, Thomas Donohue, am Dienstag in Mexiko-Stadt.

Regierung dringt auf Batteriezellen aus Europa und Deutschland

Vor dem sogenannten Batteriegipfel in Brüssel hat die Bundesregierung eine eigenständige Produktion auf deutscher und europäischer Ebene gefordert. „Wir brauchen europäische Souveränität bei Schlüsseltechnologien und die Batteriezelltechnik ist eine der wichtigsten Differenzierungsfaktoren bei der Elektromobilität“, erklärte Staatssekretär Matthias Machnig, der für Bundeswirtschaftsministerium an dem „High Level Meeting on Battery development and production in Europe“ teilnahm.

Griechische Banken streben erfolgreich zurück an die Anleihemärkte

Erstmals seit drei Jahren hat es eine griechische Geschäftsbank wieder geschafft, die internationalen Anleihemärkte anzuzapfen. Das war den Geldhäusern nicht mehr möglich gewesen, seit das Land damals beinahe den Euroraum hätte verlassen müssen. Andere Institute des Landes wollen nunmehr der National Bank of Greece folgen. Zudem gelang dem Staat im Juli die Rückkehr an die internationalen Kapitalmärkte.

China will erstmals seit 2004 Dollar-Staatsanleihen auflegen

Die chinesische Regierung will an den internationalen Kreditmärkten 2 Milliarden Dollar aufnehmen. Dies wäre die erste Anleihen-Emission seit mehr als zehn Jahren. Das chinesische Finanzministerium plant die Auflegung in Hongkong, wobei sich das Gesamtvolumen je zur Hälfte aus fünf- und zehnjährigen Titeln zusammensetzen soll.

Flüchtlingsexperte wird Merkels außenpolitischer Berater – Zeitung

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat einem Medienbericht zufolge einen neuen außenpolitischen Berater ernannt. Der Jurist Jan Hecker werde der Nachfolger von Merkels langjährigem Außenpolitikberater Christoph Heusgen, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ am Mittwoch. Der 50-jährige Hecker war zuletzt Leiter der Stabsstelle für die Koordinierung der Flüchtlingspolitik, die Merkel auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise im Oktober 2015 im Kanzleramt einrichten ließ.

UNO wirft Myanmar systematische Vertreibung der Rohingya-Minderheit vor

Die Vereinten Nationen haben Myanmar eine systematische Vertreibung der muslimischen Rohingya-Minderheit aus dem Land vorgeworfen. Das Vorgehen der Armee ziele darauf ab, die Rohingya dauerhaft aus ihren Siedlungsgebieten im Bundesstaat Rakhine zu vertreiben, heißt es in einem am Mittwoch in Genf vorgestellten Bericht von UN-Ermittlern.

TAIWAN

Exporte Sep +28,1% gg Vorjahr (PROG +12,9%)

Importe Sep +22,2% gg Vorjahr (PROG +10,1%)

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

October 11, 2017 07:30 ET (11:30 GMT)

Handelsbilanz Sep Überschuss 6,69 Mrd USD (PROG Überschuss 5,86 Mrd USD)

USA

MBA Market Index Woche per 6. Okt -2,1% auf 405,2 (Vorwoche: 414)

MBA Purchase Index Woche per 6. Okt -0,1% auf 233,2 (Vorwoche: 233,4)

MBA Refinance Index Woche per 6. Okt -4,2% auf 1.359,2 (Vorwoche: 1.419,2)

MBA Market Index Woche per 6. Okt -2,1% auf 405,2 (Vorwoche: 414)

MBA Purchase Index Woche per 6. Okt -0,1% auf 233,2 (Vorwoche: 233,4)

MBA Refinance Index Woche per 6. Okt -4,2% auf 1.359,2 (Vorwoche: 1.419,2)

DJG/DJN/AFP/hab

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October 11, 2017 07:30 ET (11:30 GMT)

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