US-Justiz wirft Chinesen Hackerangriff auf Siemens vor

WASHINGTON (dpa-AFX) – Das US-Justizministerium beschuldigt drei
Chinesen, Cyber-Attacken auf den deutschen Großkonzern Siemens
und zwei weitere Unternehmen verübt zu haben. Bei den
Hackern handele es sich um Gründer, Manager und Mitarbeiter der
chinesischen Firma Guangzhou Bo Yu Information Technology Company
Limited („Boyusec“), heißt es in der am Montag veröffentlichten
Anklageschrift. Die Angriffe auf die Netzwerke von Siemens sowie
Moody’s Analytics und Trimble sollen sich zwischen 2011 und Mai 2017
ereignet haben.

Bei Siemens versuchten die Hacker den US-Ermittlern zufolge unter
anderem im Mai und Juni 2014 Passwörter und Nutzernamen von
Mitarbeitern zu erbeuten. Zwischen Juni und August 2015 sollen rund
407 Gigabyte an geschützten Daten entwendet worden sein. Siemens
äußere sich aus Prinzip nicht zu Angelegenheiten der internen
Sicherheit, sagte ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage.
Datensicherheit sei jedoch weltweit von höchster Priorität für den
Konzern. „Wir überwachen und schützen unsere Infrastruktur
rigoros.“/hbr/DP/she

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AXC0276 2017-11-27/22:46

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