Venezuelas geflohene Kinder: Auch in Kolumbien gab es eine „Willkommenskultur“ – für Flüchtlinge aus …

Auch in Kolumbien gab es eine „Willkommenskultur“ – für Flüchtlinge aus dem im Chaos versinkenden Venezuela. Doch nach Hunderttausenden Menschen kippt die Stimmung nun. Die Regierung holte sich bereits Rat in der Türkei.

Hier dämmert unter freiem Himmel die Zukunft eines Landes vor sich hin. Junge Leute, die gerne anpacken würden, die aber vor einem sozialistischen Experiment geflüchtet sind, das ihr Heimatland mit den weltweit größten Ölreserven in ein dramatisches Chaos gestürzt hat.Rund 300.000 Venezolaner sollen inzwischen hier in Kolumbien leben, davon mindestens 140.000 illegal – von einem „Exodus“ ist die Rede. Und wenn Venezuela nach Einschätzung führender Ratingagenturen in Kürze als pleite eingestuft werden sollte, könnte die Zahl wegen einer weiteren Verschärfung der Versorgungskrise rasant ansteigen.

Riohacha, Plaza de Indias, ein tropischer Abend in der Karibik. Die 150.000-Einwohner-Stadt liegt im Nordzipfel Kolumbiens, 90 Kilometer von Venezuelas Grenze entfernt. Seit sechs Monaten wird die Plaza de Indias immer voller, das Hab und Gut wird in Tücher eingebunden und in den Bäumen verknotet. Es riecht nach Urin, Matratzenlager bedecken den Platz. Die vielen Flüchtlinge schlafen hier unter freiem Himmel. An einem Baum hängen Pappschilder: „Maler gesucht“, „Maurer gesucht“ – daneben Mobilfunknummern. Tagelöhner aus dem Nachbarland kosten nur die Hälfte. Venezolaner wie Kolumbianer sprechen zudem spanisch; es gibt hier keine Sprachbarriere bei den Flüchtlingen.“Wenn sie Maduro stürzen, dann gehen wir zurück und bauen das neue Venezuela auf“, sagt Alberto José González (17), er stammt aus der Ölmetropole Maracaibo. Aber nachdem der sozialistische Präsident Nicolás Maduro aus Sicht der EU und der USA de facto eine Diktatur errichtet hat, sitzt er wieder fester im Sattel, González steht vor einer unsicheren Zukunft. Syriens Machthaber Baschar al-Assad ist entgegen mancher Erwartung auch noch im Amt. „Es ist besser hier zu sein, als in Venezuela zu sterben“, …

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