Verdi: Air-Berlin-Käufer dürfen sich nicht vor Verantwortung drücken

BERLIN (dpa-AFX) – Vor Ende der Verhandlungsfrist bei der
insolventen Air Berlin nimmt die Gewerkschaft Verdi die möglichen
Käufer Lufthansa und Easyjet in die
Pflicht. Die Air-Berlin-Beschäftigten werden von ihnen nach
Unternehmensangaben nicht direkt übernommen. Die Erwerber dürften
sich nicht vor ihrer sozialen Verantwortung drücken, forderte
Verdi-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle am Mittwoch. Während
sich Käufer an Maschinen sowie Start- und Landrechten bereicherten,
müssten sich die Mitarbeiter auf ihre eigenen Stellen neu bewerben
oder würden arbeitslos.

„Die Unternehmen kaufen lukrative Anteile zum Schnäppchenpreis
und kümmern sich nicht um die Menschen“, kritisierte Behle. Die
Bieter müssten Übernahmeregelungen schaffen. Air Berlin
verhandelt bis zu diesem Donnerstag mit Lufthansa und
Easyjet. Sobald die Entscheidung gefallen ist, will Verdi
Tarifverhandlungen mit den Käufern beginnen./bf/DP/she

ISIN GB00B128C026 DE0008232125 GB00B7KR2P84

AXC0103 2017-10-11/11:46

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