Versicherungen gegen Stürme, Überschwemmungen, Dürren: Millionen Menschen geraten jedes Jahr in Armut, …

Millionen Menschen geraten jedes Jahr in Armut, weil sie Opfer von Extremwetterereignissen werden. Klimarisikoversicherungen sollen Abhilfe schaffen – vor allem in Entwicklungsländern. Dabei gibt es nur ein Problem.

In Deutschland gibt es sie, Versicherungen, um sich beispielsweise gegen Schäden durch vollgelaufene Keller nach einem Unwetter zu wappnen. In Entwicklungsländern sind solche Versicherungen noch wenig verbreitet. Doch gerade hier können Tropenstürme, Überschwemmungen und Dürren Existenzen bedrohen und Entwicklungsfortschritte im Nu zunichte machen. Die sieben größten Industriestaaten (G7) hatten darum im Sommer 2015 auf ihrem Gipfel in Elmau beschlossen, Versicherungslösungen gegen Klimarisiken zu entwickeln. Entweder über Versicherungen ganzer Staaten oder durch für Einzelpersonen, wie Kleinbauern. Auf diese Weise sollten innerhalb von fünf Jahren, also bis 2020, 400 Millionen vor allem arme Menschen in Entwicklungsländern abgesichert werden, damit sie nach einer Dürre oder Überschwemmung nicht Jahre brauchen, um wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen. Beim Pariser Klimagipfel im Dezember 2015 gab es die ersten finanziellen Zusagen.

Jetzt, einen Monat vor dem nächsten Klimagipfel in Bonn, haben das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) und die KfW Bankengruppe eine Initiative für den Ausbau von Klimarisikoversicherungen auf den Weg gebracht. Ziel des sogenannten „InsuResilience Solutions Fund“, kurz ISF, sei es, gemeinsam mit der Privatwirtschaft marktreife Versicherungsprodukte zu entwickeln, hieß es am Mittwoch in Berlin. Die Bundesregierung stellt dafür 15 Millionen Euro bereit. Die Privatwirtschaft, heißt es in einer Stellungnahme des BMZ, beteilige sich in gleicher Höhe am Fonds. Damit ist aber vor allem Expertise gemeint.

„Trotz aller Anstrengungen und starkem politischen Engagement haben viele Menschen in Entwicklungsländern immer noch keinen Zugang zu Versicherungsprodukten, die ihren Bedürfnissen und finanziellen Möglichkeiten entsprechen“, sagte Joachim Nagel, Generalbevollmächtigter der KfW-Bankengruppe. Darum habe man den ISF initiiert, der etwa die Entwicklungs- und Einführungskosten für Klimaversicherungsprodukte mitfinanziere. Auch soll der ISF Partnerschaften zwischen den späteren Nutzern, etwa den Regierungen oder Nichtregierungsorganisationen, sowie den Entwicklern und …

Den vollständigen Artikel lesen …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.