WAZ: Führerschein zu Recht in Gefahr – Kommentar von Stefan Wette zur Gewalt im Fußball

Essen (ots) – Wer zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU), landläufig Idiotentest genannt, gezwungen wird, hält das meist für ungerecht. Das unterscheidet Hooligans nicht von normalen Verkehrssündern. Oder von Drogensüchtigen, wenn ihr Fehlverhalten außerhalb des Straßenverkehrs schon mit der MPU „bestraft“ werden kann.

So bitter es den Betroffenen auch erscheinen mag, logisch ist die Androhung des Idiotentests für diese Gruppen allemal. Denn die Straßenverkehrsverordnung ist ein Regelwerk, das in Paragraf 1 die Rücksichtnahme verlangt. Wer aber beharrlich gegen Regeln verstößt, der muss überprüft werden, ob er sich im immer dichter gewordenen Straßenverkehr kontrolliert.

Gewalt im Fußball, das muss dazu gesagt werden, ist kein neues Phänomen. Früher war es keinesfalls gewaltfrei in den Stadien. Aber heutzutage berichten die Medien ausführlicher, selbst über Gewalttätigkeiten in der Kreisliga C. Kein Wunder, dass die Behörden, dass der Staat darauf reagieren muss. Und die Vereine stehen in der Pflicht, sich entschieden gegen ihre zum Krawall bereiten Zuschauer zu stellen. Fangesänge, große Emotionen – das geht auch ohne Feuerzeugwürfe und Pyrotechnik.

OTS: Westdeutsche Allgemeine Zeitung newsroom: http://www.presseportal.de/nr/55903 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_55903.rss2

Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 – 804 6519 zentralredaktion@waz.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.