WDH/ROUNDUP/Studie zum Internet: Zahl der Nutzer wächst weiter

(Im ersten Absatz wurde präzisiert, dass sich die Studie auf die
Bevölkerung ab 14 Jahren bezieht. Im zweiten Absatz wurde ergänzt,
was mit der geänderten Abfrage gemeint ist.)

FRANKFURT (dpa-AFX) – Neun von zehn Deutschen gehen einer Studie
zufolge mittlerweile regelmäßig oder gelegentlich ins Internet. Nach
einer Untersuchung im Auftrag von ARD und ZDF ist die Zahl der
Onlinenutzer im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Millionen auf 62,4
Millionen Menschen ab 14 Jahren gestiegen. Das entspricht in dieser
Altersgruppe einem Bevölkerungsanteil von 89,8 Prozent. Täglich
seien rund 50,2 Millionen Menschen online, heißt es in der am
Mittwoch veröffentlichten Studie.

Der Zuwachs sei unter anderem auch auf eine geänderte Abfrage bei
der Erstellung der Studie zurückzuführen, hieß es. „Ein
WhatsApp-Nutzer versteht sich nicht unbedingt als Internetnutzer.
Durch das gezielte Fragen nach Tätigkeiten wird die präzise
Zuordnung erleichtert.“

Zugenommen habe gegenüber dem vorigen Jahr auch die
durchschnittliche tägliche Nutzungsdauer: um 21 auf 149 Minuten.
Frauen seien gut zwei Stunden online (2:05 Stunden), Männer fast
drei Stunden (2:55). Die Gruppe der 14- bis 29-Jährigen verbringt
der Studie zufolge mehr als viereinhalb Stunden am Tag im Netz
(4:34). Bei Älteren zwischen 50 und 69 Jahren beträgt die tägliche
Verweildauer nur etwas mehr als anderthalb Stunden.

Für die individuelle Kommunikation wie das Austauschen von SMS-
oder WhatsApp-Nachrichten sind Männer und Frauen täglich gleich lang
online, nämlich 59 Minuten. Auch hier gilt: Die Jungen zwischen 14
und 29 (1:42 Stunden) sind deutlich aktiver als die Älteren zwischen
50 und 69 (0:40).

Insgesamt leicht rückläufig ist der Studie zufolge die Nachfrage
nach Videos im Internet. 53 Prozent der Befragten gaben an,
mindestens einmal pro Woche Bewegtbild anzuschauen (Vorjahr: 56
Prozent). Große Gewinner seien die kostenpflichtigen
Video-Streamingdienste wie Netflix oder Amazone Prime, die ihre
Reichweite von 12 auf 23 Prozent fast verdoppelt hätten.

Deutlich gefragter als im Vorjahr seien Audioangebote, was vor
allem auf eine ebenfalls stärkere Nutzung der Streamingdienste
zurückzuführen sei. Die Reichweiten von Fernseh- und Radiosendungen
im Internet – live oder zeitversetzt – seien stabil geblieben.

Für die Studie wurden vom 6. März bis 13. April 2017 Personen ab
14 Jahren befragt. Die Untersuchung gilt als repräsentativ und wird
inzwischen seit 20 Jahren regelmäßig vorgenommen./fie/cr/DP/he

AXC0261 2017-10-11/20:04

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