Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Landesgartenschau

Bielefeld (ots) – Die Voraussetzungen für die Landesgartenschau Bad Lippspringe hätten nicht besser sein können: Sie musste ein Erfolg werden! Es gab in diesem Jahr bundesweit keine nennenswerte Konkurrenz, und zu verlieren gab es für den Kurort, der sich zuvor – charmant ausgedrückt – im Dornröschenschlaf befand, auch nichts.

Bad Lippspringe konnte nur gewinnen. Heute, drei Tage vor dem Finale, steht fest: Die kleinste Stadt, die jemals eine LGS ausgerichtet hat, hat ihre Ziele erreicht. Mehr noch: Der Name Bad Lippspringe hat sich als aufstrebender Standort für Erholung, Freizeit und Gesundheit über OWL hinaus in den Köpfen festgesetzt. Dazu haben die zigtausend Tagestouristen und die enorme bundesweite Medienpräsenz beigetragen. Erst im kommenden Jahr wird die Abschlussrechnung mit sämtlichen Ausgaben und Einnahmen vorgelegt. Das bedeutet: Vorerst gibt es noch keine klaren Aussagen darüber, ob die Landesgartenschau Bad Lippspringe 2017 GmbH schwarze Zahlen geschrieben hat. Es bleibt aber festzuhalten, dass die avisierten Besucherzahlen übertroffen worden sind. Vermutlich werden zum Finale mindestens 550.000 Besucher die »Blumenpracht und Waldidylle« erlebt haben – gerechnet hatte man mit 480.000.

Wie bei allen Großprojekten musste auch hier mit Gegenwind gerechnet werden. Den haben die Macher im Vorfeld deutlich zu spüren bekommen. Als für die Waldidylle 3500 Bäume gerodet wurden, geriet der Frieden im Ort in Gefahr. Heute zeigt sich, dass sich ehemalige Gegner von der neu gestalteten Waldkulisse begeistern lassen. Das zeigt: Visionäre brauchen nicht nur Mut, sondern auch langen Atem, um Widerstände zu überwinden. Das Beispiel zeigt aber auch, dass es sich lohnt, für solch sinnvolle Infrastrukturprogramme zu werben und zu kämpfen. Handel und Gastronomie haben die positiven Effekte der LGS ebenso zu spüren bekommen wie das Medizinische Zentrum und die Stadt, die eine wachsende Bevölkerung registriert.

Die LGS-Geschäftsführer haben mit ihrer ostwestfälisch-lippischen Bodenhaftung dafür gesorgt, dass der Ort zu einem respektablen Aushängeschild in der Region wurde. Aber nach der Landesgartenschau ist vor der Gartenschau. Wenn am 19. November das Gelände unter geändertem Namen wieder eröffnet wird, dürfen der Schwung und die Euphorie nicht verloren gehen. Das ist eine Verpflichtung, die die Stadt eingegangen ist. Das ist sicher eine schwere Aufgabe, weil Bad Lippspringe nun ganz allein für das Scheinwerferlicht sorgen muss, um im Konkurrenzkampf mit anderen Städten gesehen zu werden. Die Stadt hat das Zeug dazu, diese Bühne weiter erfolgreich zu bespielen, weil die Menschen verstanden haben, dass sie nur gemeinsam etwas erreichen können. Für sich selbst und für ganz OWL.

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