Wie ein Krämer Amazon besiegt: Jeff Bezos rollt mit Amazon den Offline-Handel auf. Jüngste Expansion: …

Jeff Bezos rollt mit Amazon den Offline-Handel auf. Jüngste Expansion: der Einzelhandel. Wir haben in Berlin vier Lebensmittel-Lieferdienste getestet – mit überraschendem Ergebnis.

Warum ist man bei Amazon nicht viel früher auf diese Idee gekommen. Es liegt doch eigentlich nahe, Lebensmittel zu liefern. Wo man doch sonst schon die halbe Welt mit Staubsaugern und Monitoren, Jeans oder Rasendünger per Paket versorgt. Aber Cola, Chips, Fleisch und Gemüse? Gab es bei Amazon bislang nicht. Nicht mal in Berlin, wo es sonst alles Mögliche gibt.

Rewe, Kaufland, sogar Edeka sind da weiter. Seit Monaten testen sie in den großen Metropolen des Landes Bringdienste für ihre Waren.

Das ist ja auch zu praktisch: Viele Großstädter haben kein eigenes Auto mehr, kommen spät von der Arbeit oder haben schlicht keine Lust, Wasserkisten in die vierte Altbauetage zu schleppen. Wie schön also, wenn sich der Einkauf unterwegs erledigen lässt und für ein paar Euro Aufpreis bis an die Wohnungstür geliefert wird.

Ein gutes Geschäft – für beide Seiten. Das hat nun auch Amazon erkannt. Seit Mai verkauft der Allesversender deshalb unter dem Titel „Fresh“ Obst, Gemüse und auch Tiefkühlkost in Berlin und Brandenburg. Das Angebot – so schwärmten die Zeitungen zum Start – sei überragend. Nur: Stimmt das auch? Die WirtschaftsWoche hat den Test gemacht, eingekauft – und alles im Video festgehalten:

1. Die Spielregeln

Die Idee ist einfach: Wir bestellen bei Rewe, Kaufland, Edeka (Bringmeister) und Amazon annähernd die gleichen Waren. Das Szenario ist der Einkauf für ein spontanes Grillevent. Bestellt wird am Donnerstagabend, geliefert werden soll Samstagmorgen zwischen 10 und 12 Uhr.

Auf dem Zettel stehen etwa Erdbeeren und Blaubeeren, Nudeln und getrocknete Tomaten, Oliven, eine Gurke, aber auch Butter, frisches Rinderfilet, Bratwürstchen, Grillsaucen und ein Rotwein (die Einkaufsliste als Download). Jeder der vier Supermärkte bekommt mehr oder weniger denselben Warenkorb. Ist ein exakt gleiches Produkt nicht im Sortiment, wird etwas möglichst Ähnliches bestellt.

Am Ende dann der Check: Wer hat den besten Online-Shop, wird pünktlich geliefert, was ist mit dem Preis? Und das Wichtigste: Stimmt die Qualität der Ware?

Rewe, Kaufland, Edeka und Amazon im Test: Einkauf und Lieferung

2. Der Einkauf

Den Anfang macht der Neueinsteiger: Amazons Lebensmittel-Laden im Internet unterscheidet sich kaum von der gewohnten Website. Lediglich eine Registrierung für „Prime“ ist notwendig, um sich Lebensmittel an die Haustür kommen zu lassen. Das kostet entweder einen festen Grundbetrag im Monat oder 5,99 Liefergebühr pro Bestellung – der erste Monat ist kostenlos. Die Bestellung an sich ist leicht, die Seite übersichtlich, Daten werden …

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